Please use this identifier to cite or link to this item: doi:10.22028/D291-36492
Title: Neurobiologische Grundlagen der adulten Hyperaktivitätssymptomatik : Eine Studie mit der TMS und dem Qb-Testverfahren
Author(s): Grenz, Julius
Language: German
Year of Publication: 2021
Place of publication: Homburg/Saar
DDC notations: 610 Medicine and health
Publikation type: Dissertation
Abstract: Die Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung (ADHS) ist eine Erkrankung mit neurobiologischem Hintergrund. Ein pathophysiologischer Erklärungsansatz der ADHS geht von einer Dysbalance zwischen Exzitation und Inhibition auf kortikaler Ebene aus. In dieser Arbeit wurde mittels der transkraniellen Magnetstimulation (TMS) versucht, das Ausmaß kortikaler Inhibition mittels zweier intrakortikaler Hemmphänomene (SICI und LICI) zwischen Probanden mit ADHS-Diagnose und einer Kontrollgruppe ohne ADHS-Diagnose zu vergleichen. Als Hauptdomänen der ADHS-Symptomatik gelten verminderte Aufmerksamkeit sowie erhöhte Impulsivität und motorische Überaktivität. Alle drei Hauptdomänen können z. B. mittels eines computerbasierten Testverfahrens, das durch infrarotgestützte Bewegungsregistrierung ergänzt wird, gemessen werden. Ein solches Testverfahren ist der QbTest, der in dieser Arbeit genutzt wurde, um die Ausprägung dieser Hauptdomänen zwischen Probanden mit ADHS-Diagnose und einer gesunden Kontrollgruppe zu vergleichen. Als zentrale Fragestellung wurde untersucht, inwieweit sich zwischen Probanden mit ADHS-Diagnose und Probanden ohne ADHS-Diagnose Unterschiede im Ausmaß der kortikalen Inhibitionsleistung sowie der Symptomausprägung finden lassen und – falls zutreffend – inwieweit ein Zusammenhang zwischen den jeweiligen Ergebnissen hergestellt werden kann. In der Auswertung zeigten sich in der ADHS-Gruppe im Vergleich zur Kontrollgruppe signifikant höhere Werte für die Parameter Unaufmerksamkeit, Impulsivität und motorische Aktivität, während bei beiden Parametern der kortikalen Inhibition (SICI und LICI) kein signifikanter Gruppenunterschiede gefunden wurde. Die Ergebnisse dieser Arbeit reihen sich in eine insgesamt heterogene Studienlage zu diesem Thema ein.
Link to this record: urn:nbn:de:bsz:291--ds-364921
hdl:20.500.11880/33276
http://dx.doi.org/10.22028/D291-36492
Advisor: Rösler, Michael
Date of oral examination: 9-Feb-2022
Date of registration: 5-Jul-2022
Faculty: M - Medizinische Fakultät
Department: M - Forensische Psychologie und Psychiatrie
Professorship: M - Prof. Dr. Wolfgang Retz
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