Bitte benutzen Sie diese Referenz, um auf diese Ressource zu verweisen:
doi:10.22028/D291-48106 | HINWEIS: | Dieses Dokument ist aus rechtlichen Gründen vorübergehend gesperrt und kann nur von berechtigten Personen geöffnet werden. |
| Titel: | Der Nexus Europäischer Identität: Bedeutungsinhalte sozialer Identifikation mit Europa. |
| Alternativtitel: | The Nexus of European Identity: Meanings of Social Identification with Europe |
| VerfasserIn: | König, Philipp |
| Sprache: | Mehrsprachig |
| Erscheinungsjahr: | 2026 |
| DDC-Sachgruppe: | 300 Sozialwissenschaften, Soziologie, Anthropologie 320 Politik |
| Dokumenttyp: | Dissertation |
| Abstract: | Identität gilt in der Politikwissenschaft als zentrale Voraussetzung politischer Systemstabilität und nimmt auch in der Europaforschung eine prominente Rolle ein. Ob und in welcher Weise europäische Identifikation integrationsfördernd wirkt, ist jedoch umstritten. Diese Dissertation argumentiert, dass die politischen Effekte europäischer Identifikation weniger von deren Intensität als vielmehr von ihrer Bedeutung abhängen. Ausgehend von der Beobachtung, dass bestehende empirische Studien europäische Identität häufig stark vereinfachen, während theoretische Ansätze eine hohe konzeptionelle Komplexität unterstellen, untersucht die Arbeit unterschiedliche inhaltliche Ausprägungen europäischer Identifikation auf der Mikroebene. Sie fragt, welche Bedeutungsdimensionen europäischer Identität empirisch unterscheidbar sind und wie sie politische Einstellungen und Verhaltensweisen beeinflussen. Diese kumulative Dissertation und ihre Beiträge setzen an dieser zentralen Forschungs-lücke an, indem sie konzeptionelle Unschärfen bisherigen Studien systematisch adressiert, unterschiedliche Bedeutungsdimensionen europäischer Identifikation empirisch rekonstruiert und vergleichend misst. Die politischen Konsequenzen dieser Identifikationsformen werden exemplarisch am sogenannten „attachment puzzle“ analysiert. Die Ergebnisse zeigen, dass eine stärkere Verbundenheit mit Europa nicht zwangsläufig mit systemunterstützenden Einstellungen einhergeht. Vielmehr entfalten unterschiedliche Bedeutungsdimensionen europäischer Identität teils gegensätzliche politische Wirkungen, die erklären, warum wachsende europäische Verbundenheit mit der Unterstützung euroskeptischer Parteien koexistieren kann. Die Arbeit leistet damit einen Beitrag zur theoretischen Präzisierung des Identitätsbegriffs in der Europaforschung und zeigt, dass die politische Relevanz europäischer Identität entscheidend von ihrer inhaltlichen Struktur abhängt. Identity is widely regarded in political science as a central prerequisite for the stability of political systems and also occupies a prominent place in research on European integration. Whether and in what ways European identification fosters integration, however, remains contested. This dissertation argues that the political effects of European identification depend less on its intensity than on its substantive meaning. Starting from the observation that existing empirical studies often rely on highly simplified measures of European identity, while theoretical approaches assume considerable concep-tual complexity, this study examines different substantive forms of European identification at the micro level. It asks which meaning dimensions of European identity can be empirically distinguished and how they shape political attitudes and behaviours. This cumulative dissertation and its individual contributions address this central research gap by systematically engaging with conceptual ambiguities in previous research, empirically reconstructing and comparatively measuring different meaning dimensions of European identification. The political consequences of these forms of identification are examined through the so-called “attachment puzzle”. The findings demonstrate that stronger attachment to Europe does not automatically translate into system-supportive attitudes. Instead, different meaning dimensions of European identity produce partly opposing political effects, helping to explain why growing European attachment can coexist with electoral support for Eurosceptic parties. The dissertation thus contributes to a more precise conceptualization of identity in European studies and shows that the political relevance of European identity depends crucially on its substantive structure. |
| Link zu diesem Datensatz: | urn:nbn:de:bsz:291--ds-481068 hdl:20.500.11880/42230 http://dx.doi.org/10.22028/D291-48106 |
| Schriftenreihe: | Dissertationen aus der Fakultät für Empirische Humanwissenschaften der Universität des Saarlandes |
| Erstgutachter: | Braun, Daniela |
| Tag der mündlichen Prüfung: | 18-Mai-2026 |
| Datum des Eintrags: | 17-Jul-2026 |
| Fakultät: | HW - Fakultät für Empirische Humanwissenschaften und Wirtschaftswissenschaft |
| Fachrichtung: | HW - Gesellschaftswissenschaftliche Europaforschung |
| Professur: | HW - Prof. Dr. Daniela Braun |
| Sammlung: | SciDok - Der Wissenschaftsserver der Universität des Saarlandes |
Dateien zu diesem Datensatz:
| Datei | Beschreibung | Größe | Format | |
|---|---|---|---|---|
| Dissertation Philipp König.pdf | Kumulative Dissertationsschrift | 4,36 MB | Adobe PDF | Öffnen/Anzeigen |
Diese Ressource wurde unter folgender Copyright-Bestimmung veröffentlicht: Lizenz von Creative Commons

