Bitte benutzen Sie diese Referenz, um auf diese Ressource zu verweisen: doi:10.22028/D291-46681
Titel: doing AGENCY: Aushandlung von Selbstbestimmung beim Offenen Experiemntieren
VerfasserIn: Kihm, Pascal Philipp
Sprache: Deutsch
Erscheinungsjahr: 2025
Kontrollierte Schlagwörter: Sachunterricht
Interaktion
Freie Schlagwörter: Experimentieren
Offener Unterricht
DDC-Sachgruppe: 530 Physik
Dokumenttyp: Dissertation
Abstract: Diese Dissertation untersucht, wie durch Interaktionsprozesse beim Offenen Experimentieren (Peschel 2016) Selbstbestimmung ausgehandelt wird. Dem sozialwissenschaftlichen AGENCY-Ansatz (Raitelhuber 2012) folgend, wird Selbstbestimmung hierbei nicht individualpsychologisch operationalisiert, sondern als soziale Komponente der Aushandlung zwischen Grundschüler*innen und Lehrpersonen verstanden. Mittels Grounded Theory Methodologie (GTM) werden Beobachtungsdaten des Offenen Experimentierens im Grundschullabor für Offenes Experimentieren analysiert und interpretiert. Dabei liegt der Fokus auf dem Spannungsfeld zwischen dem Experimentierhandeln der Schüler*innen und den pädagogisch-didaktischen Interventionen der Lehrpersonen. Die Analysen und Interpretationen zeigen einerseits, wie Grundschüler*innen eigene, teilweise unkonventionelle Zugänge zu naturwissenschaftlichen Phänomenen entwickeln. Andererseits wird deutlich, wie diese individuellen Zugänge durch v. a. nonverbale Interventionen und implizit kommunizierte Erwartungshaltungen der Lehrpersonen beeinflusst werden. Neben der persönlichen Offenheit der Lehrperson, die sich über Kommunikationsprozesse rekonstruieren lässt, werden die kontextuellen Bedingungen als wesentliche Elemente von Öffnung beim Experimentieren rekonstruiert. Insgesamt wird mit der Dissertation für ein differenziertes Verständnis von ‚Offenheit‘ und ‚Selbstbestimmung‘ in der Didaktik des Sachunterrichts plädiert.
This dissertation assesses how self-determination is negotiated through interaction processes in open experimentation settings (Peschel 2016). Following the social science AGENCY approach (Raitelhuber 2012), self-determination is not operationalised in terms of individual psychology, but rather understood as a social component of the negotiation between primary school pupils and teachers. Grounded theory methodology (GTM) is used to analyse and interpret observation data from open experimentation in the primary school laboratory for open experimentation, focussing on the field of tension between the pupils' experimental behaviour and the teachers’ pedagogical-didactic interventions. On the one hand, the analyses and interpretations show how primary school pupils develop their own, sometimes unconventional approaches to scientific phenomena. On the other hand, it becomes clear how these individual approaches are influenced by non-verbal interventions and implicitly communicated expectations by the teachers. In addition to the personal openness of the teacher, which can be reconstructed via communication processes, the contextual conditions are reconstructed as essential elements of openness during experimentation. Overall, the dissertation argues in favour of a differentiated understanding of “openness” and “self-determination” in the ‘Didaktik des Sachunterrichts’.
Link zu diesem Datensatz: urn:nbn:de:bsz:291--ds-466816
hdl:20.500.11880/41122
http://dx.doi.org/10.22028/D291-46681
Erstgutachter: Peschel, Markus
Andersen, Katja Natalie
Duncker, Ludwig
Tag der mündlichen Prüfung: 16-Dez-2025
Datum des Eintrags: 12-Feb-2026
Fakultät: NT - Naturwissenschaftlich- Technische Fakultät
Fachrichtung: NT - Physik
Professur: NT - Prof. Dr. Markus Peschel
Sammlung:SciDok - Der Wissenschaftsserver der Universität des Saarlandes

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