Bitte benutzen Sie diese Referenz, um auf diese Ressource zu verweisen: doi:10.22028/D291-43611
Titel: Digitale Medien und Schlaf bei Kindern und Jugendlichen: Prävention und Intervention
Alternativtitel: Digital Media and Sleep in Children and Adolescents: Prevention and Intervention
VerfasserIn: Paulus, Frank W.
Sprache: Deutsch
Titel: Pädiatrie & Pädologie
Bandnummer: 59
Heft: 5
Seiten: 236-243
Verlag/Plattform: Springer Nature
Erscheinungsjahr: 2024
Freie Schlagwörter: Schlafstörung
Insomnie
Schlafhygiene
Melatonin
Digitales Behandlungsangebot
Sleep disorder
Insomnia
Sleep hygiene
Melatonin
Digital treatment programmes
DDC-Sachgruppe: 610 Medizin, Gesundheit
Dokumenttyp: Journalartikel / Zeitschriftenartikel
Abstract: Die voranschreitende Digitalisierung birgt neben all dem Positiven auch Gefährdungen für Kinder und Jugendliche wie zum Beispiel Gaming Disorder, Cybermobbing, Onlinesexsucht oder Cybergrooming. Diese digitalisierungsbedingten Störungen, aber auch die intensivierte Nutzung digitaler Medien allgemein können den Schlaf von Kindern und Jugendlichen negativ beeinflussen. Eine Kombination aus Verhältnis- und Verhaltensprävention ist notwendig, um dieser negativen Entwicklung effektiv entgegenzuwirken. Für eine effektive Verhältnisprävention ist die Mitarbeit der Entwickler und Anbieter medialer Angebote sowie eine Unterstützung auf politischer Ebene unerlässlich. Im Sinne einer Verhaltensprävention ist es wichtig, die Ressourcen der Kinder und Jugendlichen zu stärken, Kontextfaktoren miteinzubeziehen und den Erziehungsberechtigten Hilfestellungen sowie klare Empfehlungen anzubieten. Kinderärzte und Allgemeinmediziner sollten verstärkt für die Problematik sensibilisiert werden. Die vorhandenen Interventionsmaßnahmen zur Kontrolle der Bildschirmnutzung mit dem Ziel, die Schlafqualität zu verbessern, weisen zumeist nur kleine Wirkeffekte auf. Die Verfügbarkeit und Inanspruchnahme digitaler Behandlungsangeboten nimmt zu. Aussagekräftige Evaluationsstudien zur Effektivität dieser Interventionen sind erforderlich.
In addition to all the positive aspects, advancing digitalisation also poses risks for children and adolescents, such as gaming disorder, cyberbullying, online sex addiction or cyber grooming. These digitalisation-related disorders, but also the intensified use of digital media in general, can negatively influence the sleep of children and adolescents. A combination of structural and behaviour-oriented prevention is necessary to effectively counteract this negative development. For effective structural prevention, the cooperation of developers and providers of media services as well as support at the political level is indispensable. In terms of behaviour-oriented prevention, it is important to strengthen the resources of children and adolescents, to include contextual factors and to offer assistance and clear recommendations to parents and guardians. Paediatricians and general practitioners should be made more aware of the problem. Existing intervention measures to control screen use with the aim of improving sleep quality mostly have only small effects. The availability and use of digital treatment programmes is increasing. Meaningful evaluation studies on the effectiveness of these interventions are needed.
DOI der Erstveröffentlichung: 10.1007/s00608-024-01212-6
URL der Erstveröffentlichung: https://link.springer.com/article/10.1007/s00608-024-01212-6
Link zu diesem Datensatz: urn:nbn:de:bsz:291--ds-436119
hdl:20.500.11880/39067
http://dx.doi.org/10.22028/D291-43611
ISSN: 1613-7558
0030-9338
Datum des Eintrags: 29-Nov-2024
Fakultät: M - Medizinische Fakultät
Fachrichtung: M - Neurologie und Psychiatrie
Professur: M - Dr. med. Eva Möhler
Sammlung:SciDok - Der Wissenschaftsserver der Universität des Saarlandes

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