Please use this identifier to cite or link to this item: doi:10.22028/D291-34569
Title: Patientenorientiertes Outcome nach Acetabulumfraktur
Author(s): Weimer, Philipp
Language: German
Year of Publication: 2021
Free key words: ACETABULUM
OUTCOME
DDC notations: 610 Medicine and health
Publikation type: Dissertation
Abstract: Bei Acetabulumfrakturen handelt es sich um seltene Verletzungen. Seit den Innovationen von Judet und Letournel, die als die Pioniere der Acetabulum-Chirurgie gelten, ist die chirurgische Versorgung ein etabliertes Verfahren. Gleichsam stellt die Acetabulumfraktur sowohl für den Chirurgen als auch für den Patienten eine Herausforderung dar. Trotz optimaler Versorgung der Frakturen entwickeln weiterhin ca. 20% der Patienten im Verlauf eine manifeste posttrau- matische Coxarthrose. Durch die demographische Entwicklung kam es zu einem Anstieg des durchschnittlichen Patientenalters. Bisher gibt es wenige Studien mit großen Patientenzahlen, die sich mit Prädiktoren für die Lebensqualität im Anschluss an diese Verletzung beschäftigen. Ziel dieser Studie ist es negative oder positive Prädiktoren für das Outcome nach Acetabu- lumfrakuren im Hinblick auf die Lebensqualität zu identifizieren. Hierzu wurden die Daten von 178 Patienten mit einer unilateralen Acetabulumfraktur aus der AG I-III aus dem Beckenregis- ter der Arbeitsgemeinschaft Becken der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie retrospek- tiv aufgearbeitet. Bei 89 Patienten (55%) handelte es sich um eine isolierte Acetabulumfraktur. Patienten mit einer sonstigen Fraktur im Bereich des Beckens wurden ausgeschlossen. Das Patientenalter lag zwischen 19 und 92 Jahren, bei einem Median von 49,5 Jahren (IQR 26 Jahre). Der ISS lag zwischen 4 und 38, bei einem Median von 9 (IQR 4). Die Mehrzahl der Patienten (83%) wurden operativ versorgt. Bei 15 der restlichen 31 Patienten wurde aufgrund einer stabilen, gering dislozierten Fraktur ein konservatives Prozedere festgelegt. Bei 37 Pati- enten wurde ein Hüft-TEP implantiert. Die Erfassung der Lebensqualität erfolgte mit den Fra- gebögen SF-12, EQ5D und dem Hüftfragebogen. Der Nachuntersuchungszeitraum (NU) lag zwischen 3 und 19 Jahren, bei einem Median von 4,73 Jahren (IQR 3,26 Jahre). Die Mehrzahl der Patienten waren Männer (82%). Bei zwei Patienten trat eine Thrombose mit Lungenembolie auf. In sechs Fällen wurden neu- rologische Komplikationen dokumentiert, die nicht weiter beschrieben wurden. Bei sieben Pa- tienten trat ein Hämatom bzw. Serom auf, ob eine chirurgische Revision erfolgte, ist nicht do- kumentiert. Eine Implantatlockerung trat viermal auf. Zur sekundären Dislokation von Frag- menten kam es in zwei Fällen. Beide Frakturen waren chirurgisch versorgt worden (einmal Schraubenosteosynthese, einmal Plattenosteosynthese). Das Outcome für den EQ5D und beide Qualitäten des SF-12 lagen unter den altersbezogenen Werten der Normalbevölkerung.
Link to this record: urn:nbn:de:bsz:291--ds-345690
hdl:20.500.11880/32017
http://dx.doi.org/10.22028/D291-34569
Advisor: Pohlemann, Tim
Date of oral examination: 17-Aug-2021
Date of registration: 7-Dec-2021
Faculty: M - Medizinische Fakultät
Department: M - Chirurgie
Professorship: M - Prof. Dr. Tim Pohlemann
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