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Titel: Eine Multi-Kohorten-Sequenz-Analyse des Zusammenhangs von Motivation und Schulerfolg unter Berücksichtigung allgemeiner kognitiver Fähigkeiten : Ergebnisse aus der Zwillingsstudie KoSMoS
Sonstige Titel: A multi-cohort-sequence analysis of the relationship between motivation and school success, taking cognitive ability into consideration : results of the twin study CoSMoS
Verfasser: Gottschling, Juliana
Sprache: Deutsch
Erscheinungsjahr: 2013
SWD-Schlagwörter: Motivation
Schulerfolg
Zwillingsforschung
Freie Schlagwörter: Multi-Kohorten-Sequenz-Analyse
KoSMoS
Längsschnitt
motivation
school success
twin study
CoSMoS
DDC-Sachgruppe: 150 Psychologie
Dokumentart : Dissertation
Kurzfassung: Im Rahmen der vorliegenden Arbeit wurde die zentrale Fragestellung der Vorhersage schulischen Erfolgs (SE) durch die Prädiktoren Fähigkeitsselbstkonzept (FSK) und intrinsische Motivation (IM) unter Kontrolle der allgemeinen kognitiven Fähigkeiten sowohl phänotypisch als auch ätiologisch untersucht. Die Arbeit ist eingebunden in die „Zwillingsstudie zu Einflüssen von kognitiven Fähigkeiten und selbst eingeschätzter Motivation auf Schulerfolg“ (KoSMoS; Hahn, Gottschling & Spinath, 2012). Der Studie lagen Daten von 575 Zwillingskindern der 2., 3. bzw. 4. Klasse zugrunde, die an mindestens zwei Erhebungen innerhalb eines insgesamt sechsjährigen Untersuchungsintervalls (drei Messzeitpunkte) teilgenommen haben. Alle Kinder wechselten während des Untersuchungsintervalls von der Grundschule in die weiterführende Schule, wodurch eine längsschnittliche Betrachtung der Zusammenhänge an dieser Übergangserfahrung möglich wurde. Die phänotypischen Analysen der vorliegenden Arbeit gliederten sich in zwei große Bereiche: Zum einen wurde die intra- und interindividuelle Stabilität der Prädiktoren über den Untersuchungsverlauf hinweg betrachtet. Zum anderen wurde die Vorhersage schulischen Erfolgs in den Fächern Mathematik und Deutsch in einem Multi-Kohorten-Sequenz-Design (MKSD) modelliert, wobei auch das Vorliegen von potenziellen Entwicklungs- und Kohorteneffekten geprüft wurde. Darüber hinaus wurden zur Abschätzung der inkrementellen Validität der motivationalen Variablen die allgemeinen kognitiven Fähigkeiten kontrolliert. In Erweiterung der phänotypischen Betrachtung wurden in univariaten und multivariaten genetischen Analysen die Ursachen interindividueller Unterschiede in den Variablen sowie von Stabilität und Veränderung untersucht. Es wurde zudem die längsschnittliche Beziehung des FSKs Mathematik und dem SE in Mathematik hinsichtlich einer genetischen und umweltbedingten Beeinflussung geprüft. In der phänotypischen Betrachtung lieferte die Analyse des FSKs Mathematik die aussagekräftigsten Ergebnisse, wobei sich das verwendete MKSD dabei als adäquate Methode erwiesen hat, unterschiedliche Effekte des Zusammenspiels am Übertritt in die weiterführende Schule zu erkennen. Die Befunde legen hier nahe, dass es mit dem Übertritt in die weiterführende Schule in der vorliegenden Stichprobe zu Bezugsrahmeneffekten kommt, die das FSK in Mathematik beeinflussen. Eine in anderen Studien gezeigte reziproke Beeinflussung konnte hingegen nicht nachgewiesen werden. Zudem konnte gezeigt werden, dass es sich hierbei um einen Entwicklungseffekt handelt. Alle Effekte blieben auch bei Kontrolle der allgemeinen kognitiven Fähigkeiten bestehen. Die Ergebnisse für das Schulfach Deutsch sowie die IM fielen insgesamt weniger eindeutig aus. In univariaten ätiologischen Analysen ergaben sich für die motivationalen Variablen kindspezifische (genetische und nichtgeteilte Umwelteinflüsse) und keine familienspezifischen (geteilten Umwelteinflüsse) Einflüsse. Für den SE konnten auch geteilte Umwelteinflüsse aufgezeigt werden. Die Untersuchung der Ursachen phänotypischer Stabilität und Veränderung der Variablen in multivariaten genetischen Analysen belegte eine genetische Beeinflussung der Stabilität der Variablen, während nichtgeteilte Umwelteinflüsse phänotypische Veränderung, insbesondere nach dem Übergang auf die weiterführende Schule, erklärten. Hahn, E., Gottschling, J. & Spinath, F. M. (2012). Current Twin Studies in Germany: Report on CoSMoS, SOEP, and ChronoS. Twin Research and Human Genetics. DOI: http://dx.doi.org/10.1017/thg.2012.106
The present study aimed at analyzing the prediction of school success by self-perceived abilities (SPA) and intrinsic motivation (IM), controlling for general cognitive ability under both, a phenotypic as well as an etiologic perspective. The study was part of the twin study on Cognitive Ability, Self-Reported Motivation, and School Achievement (CoSMoS; Hahn, Gottschling & Spinath, 2012) and was based on data from 575 twin children (2nd, 3rd and 4th school class). The children participated in at least two of the three measurement occasions and transitioned from primary to secondary school during the investigated time period. This enabled a longitudinal analysis of the relationships of interest in this important time period. In the phenotypic part of the study, first, the intra- and interindividual stability of the variables during the investigated time period were investigated. Second, the prediction of school success in the school subjects Math and German was analyzed within a multi-cohort-sequence-design (MCSD), with a special emphasis on cohort and developmental effects. Additionally, general cognitive abilities were controlled in the MCSD to evaluate the incremental validity of the predictors. To extend the knowledge derived from phenotypic analyses, univariate and multivariate genetic analyses were used to disentangle the genetic and environmental sources of interindividual differences in these variables both for phenotypic stability and change. Finally, the longitudinal relationship between SPA in Math and school success was decomposed into its genetic and environmental origins. The results of the phenotypic analyses were most significant for SPA Math and the MCSD has proven its adequacy to identify different effects in the interplay between the variables at the transition to secondary school. In this important time period, the analyses revealed the presence of frame of reference effects influencing SPAs in Math in the actual sample. However, a reciprocal relationship between SPA and school success found in other studies, could not be confirmed. Additionally, the relationship between SPA and school success was due to a developmental effect rather than a cohort effect and all observed relationships remained the same after controlling for general cognitive ability. Finally, the results for German and IM were less pronounced. Rgarding recourse on univariate genetic analyses, child-specific (genetic and nonshared environmental influences) rather than family specific (shared environmental influences) influences were found for SPA and IM, whereas for school success additional shared environmental influences emerged. Multivariate genetic analyses revealed that phenotypic stability was mainly influenced by genetic influences and that phenotypic change, especially in the period of transition, was due to nonshared environmental influences. Hahn, E., Gottschling, J. & Spinath, F. M. (2012). Current Twin Studies in Germany: Report on CoSMoS, SOEP, and ChronoS. Twin Research and Human Genetics. DOI: http://dx.doi.org/10.1017/thg.2012.106
Link zu diesem Datensatz: urn:nbn:de:bsz:291-scidok-50793
hdl:20.500.11880/23413
http://dx.doi.org/10.22028/D291-23357
Erstgutachter: Spinath, Frank M.
Tag der mündlichen Prüfung: 14-Feb-2013
SciDok-Publikation: 22-Feb-2013
Fakultät: Fakultät 5 - Philosophische Fakultät III
Fachrichtung: HW - Psychologie
Fakultät / Institution:HW - Fakultät für Empirische Humanwissenschaften und Wirtschaftswissenschaft

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