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Mikrowellenablation und Leberteilresektion als Kombinationstherapie bei malignen Leberläsionen.pdfDissertation1,83 MBAdobe PDFÖffnen/Anzeigen
Titel: Mikrowellenablation und Leberteilresektion als Kombinationstherapie bei malignen Leberläsionen
VerfasserIn: Pouessel, Florian UdsID
Sprache: Deutsch
Erscheinungsjahr: 2022
Erscheinungsort: Homburg/Saar
Freie Schlagwörter: Mikrowellenablation
Leberteilresektion
Maligne Leberläsionen
DDC-Sachgruppe: 610 Medizin, Gesundheit
Dokumenttyp: Dissertation
Abstract: Zur Therapie von malignen Lebertumoren können zahlreiche Therapieverfahren angewendet werden. In den letzten Jahren hat der Einsatz von lokalablativen Verfahren an Bedeutung zugenommen. Vor allem die Mikrowellenablation spielt eine immer wichtigere Rolle bei der Behandlung von primären und sekundären Lebermalignomen. Dieses Verfahren kann ebenfalls in Kombination mit einer Leberteilresektion bei Patienten mit Lebertumoren eingesetzt werden. Diese Kombinationstherapie wurde in unserer Studie untersucht. Hauptziel der durchgeführten Studie war, den Therapieerfolg der kombinierten Mikrowellenablation und Leberteilresektion bei Patienten mit Lebertumoren im Langzeitverlauf zu untersuchen. Dabei wurden die Daten von 51 Patienten aufgearbeitet, bei denen zwischen dem 01.01.2013 und dem 01.01.2018 in dem Universitätsklinikum des Saarlandes (UKS) in Homburg eine simultane chirurgische Leberteilteilresektion und Mikrowellenablation durchgeführt wurde. Bei den behandelten Lebertumoren handelte es sich um hepatozelluläre Karzinome, cholangiozelluläre Karzinome, kolorektale Lebermetastasen sowie Lebermetastasen anderer Primärtumoren. Das mediane Follow-Up unseres Patientenkollektivs betrug 31 Monate. Die letzten Patientendaten wurden im September 2020 erhoben. Unser Patientenkollektiv war trotz der geringen Fallzahl bezüglich der Alters- und Geschlechtsverteilung mit anderen Studien vergleichbar. Die Patienten konnten, in Abhängigkeit von ihrer Grunderkrankung, in vier Gruppen eingeteilt werden. In den meisten Fällen wurden Patienten mit hepatozellulärem Karzinom (35,3%) und mit synchronen kolorektalen Lebermetastasen (29,4%) therapiert. Bei den weiteren Gruppen handelte es sich um Patienten mit metachronen kolorektalen Lebermetastasen (15,7%) und sonstige Lebertumoren (19,6%). Das durchschnittliche Alter zum Zeitpunkt der Operation lag bei 64 Jahren. Bei 18 Patienten (38,7%) des Gesamtkollektivs konnte eine Leberzirrhose festgestellt werden. Bei den meisten Patienten wurden 3 bis 4 Tumorherde nachgewiesen (n=28, 54,9%). Nur 3 Patienten (5,9%) wiesen mehr als 5 Tumorherde auf. Postoperative Komplikationen konnten bei 20 Patienten (39,2%) beobachtet werden. Die Komplikation, die am häufigsten beobachtet wurde, war die postoperative Entstehung von Aszites (25%), gefolgt von der Galleleckage (20%) und der Wundheilungsstörung (20%). Schwergradige Komplikationen (Grad IIIb bis V nach Clavien-Dindo Klassifikation) wurden nur bei 5 Patienten nachgewiesen. Die Krankenhausverweildauer korrelierte weitestgehend mit dem Vorhandensein von postoperativen Komplikationen und vorbestehender Multimorbidität. In der Zeit des Follow-Ups entwickelten 28 Patienten (54,9%) unseres Kollektivs ein intrahepatisches Rezidiv. Bei der Hälfte dieser Patienten konnte eine Läsion im Randbereich des Resektions- oder des Ablationsareals nachgewiesen werden. Der Grad der Resektion zeigte einen wesentlichen Einfluss auf das rezidivfreie Überleben. 29 Patienten (56,9%) verstarben während des Beobachtungszeitraumes. Die Patienten verstarben durchschnittlich 18,8 Monate nach der Operation. Die Grunderkrankung zeigte keinen signifikanten Einfluss auf die Überlebenszeit. Im Gegensatz dazu waren der Zustand des Leberparenchyms sowie der MELD-Score wichtige prognostische Faktoren für das Gesamtüberleben. Beim Vergleich des Kombinationsverfahrens der Mikrowellenablation und Leberteilresektion mit anderen Therapieverfahren bei malignen Lebertumoren erscheint dieses Verfahren als eine sichere Behandlungsmethode mit potentiell kurativem Ansatz. Diese Methode kann somit eine Therapiealternative bei Patienten mit initial inoperablen malignen Lebertumoren darstellen.
Numerous therapeutic procedures can be used to treat malignant liver tumors. In recent years, the use of local ablative procedures has strongly increased. In particular, microwave ablation is playing an increasingly important role in the treatment of primary and secondary liver malignancies. This procedure can also be used in combination with partial liver resection for patients with liver tumors. This combination therapy was investigated in our study. The main objective of the performed study was to investigate the therapeutic success of combined microwave ablation and partial liver resection of patients with liver tumors in the long-term follow-up. Data from 51 patients who underwent simultaneous surgical partial liver resection and microwave ablation between 01.01.2013 and 01.01.2018 at Saarland University Hospital (UKS) in Homburg, Germany, were processed. The treated liver tumors were hepatocellular carcinomas, cholangiocellular carcinomas, colorectal liver metastases, and liver metastases from other primary tumors. The median follow-up of our patients was 31 months. The last patient data were collected in September 2020. Despite the small number of cases, our patient collective was comparable to other studies in regard to age and sex distribution. Patients could be divided into four groups depending on their underlying disease. The most treated patients were patients with hepatocellular carcinoma (35.2%) and with synchronous colorectal liver metastases (29.4%). The other groups were composed of patients with metachronous colorectal liver metastases (15.7%) and other liver tumors (19.6%). The mean age at the time of surgery was 64. Liver cirrhosis was detected in 18 patients (38.7%) of the total collective. Most patients had 3 to 4 tumor foci detected (n=28, 54.9%). Only 3 patients (5.9%) had more than 5 tumor foci. Postoperative complications were observed in 20 patients (39.2%). The most frequently observed complication was postoperative ascites (25%), followed by biliary leakage (20%) and wound healing disorder (20%). Severe complications (Clavien-Dindo classification grade IIIb to V) were detected in only 5 patients. Length of stay in hospital is highly correlated with postoperative complications and preexisting multimorbidity. During the follow-up, 28 patients (54.9%) developed intrahepatic recurrence. In half of these patients, the tumor recurrence was detected in the resection or ablation site. The resection margin showed a significant impact on recurrence-free survival. 29 patients (56.9%) died during the observation period. The mean survival time after surgery was 18.8 months. The underlying disease did not show a significant impact on survival time. By contrast, liver cirrhosis and MELD score were important prognostic factors for overall survival. When comparing the combined microwave ablation and partial liver resection with other therapeutic methods for malignant liver tumors, this procedure appears to be a safe treatment method with a potentially curative approach. Thus, this method may represent a therapeutic alternative for patients with initially inoperable malignant liver tumors.
Link zu diesem Datensatz: urn:nbn:de:bsz:291--ds-405986
hdl:20.500.11880/36922
http://dx.doi.org/10.22028/D291-40598
Erstgutachter: Glanemann, Matthias
Tag der mündlichen Prüfung: 31-Aug-2023
Datum des Eintrags: 22-Nov-2023
Fakultät: M - Medizinische Fakultät
Fachrichtung: M - Chirurgie
Professur: M - Prof. Dr. Matthias Glanemann
Sammlung:SciDok - Der Wissenschaftsserver der Universität des Saarlandes



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