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doi:10.22028/D291-37349
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Titel: | Häufigkeit von Cornea guttata auf Transplantaten nach perforierender Keratoplastik mit Verlauf |
VerfasserIn: | Schönit, Silvana Ulrika ![]() |
Sprache: | Deutsch |
Erscheinungsjahr: | 2022 |
Erscheinungsort: | Homburg/Saar |
DDC-Sachgruppe: | 610 Medizin, Gesundheit |
Dokumenttyp: | Dissertation |
Abstract: | Fragestellung:
Ziel dieser Studie war es, die Prävalenz und den Schweregrad kornealer Guttata nach perforierender Keratoplastik zu bestimmen und mögliche Konsequenzen für die morphologischen und funktionellen Ergebnisse herauszustellen.
Methodik:
Diese retrospektive Studie analysierte die postoperativen Untersuchungen von 1758 perforierenden Keratoplastiken, die im Zeitraum von 2009 bis 2019 an der Klinik für Augenheilkunde am Universitätsklinikum des Saarlandes in Homburg/Saar durchgeführt wurden. Das Alter und Geschlecht des Patienten, sowie das Alter des Spenders, die Herkunft des Transplantats und die Indikation für die Keratoplastik wurden erfasst. Außerdem wurden im Rahmen der klinischen Untersuchungen bis einschließlich September 2020 insgesamt 6662 postoperativ aufgenommene Endothelzellaufnahmen (3,77 ± 2,29 pro operiertem Auge) analysiert. Neben Hornhautdicke und Visus wurde die Häufigkeit und der Schweregrad der Guttae (eingeteilt in die Stadien G0 ohne Guttae und G1–G3 mit zunehmendem Schweregrad), der Pleomorphismus und der Polymegalismus der Endothelzellen, die Endothelzelldichte sowie die 36-Monats-Überlebensrate des Transplantats erfasst.
Ergebnisse:
14,9% der Transplantate zeigten bei der ersten Untersuchung innerhalb von neun Monaten Guttae, dabei am häufigsten die mildeste Ausprägung G1 (13,6%). Transplantate der universitätseigenen Hornhautbank (13,9%) waren seltener (p=0,034) betroffen als solche aus externen Hornhautbanken (17,6%). Der korrigierte Fernvisus blieb im Stadium G1 (0,43 ± 0,24) im Vergleich zur Kontrollgruppe G0 (0,43 ± 0,23) unverändert. Die Endothelzelldichte nahm im Stadium G1 verglichen mit G0 ab (p<0,001). Die Hornhautdicke nahm von G0 (541,4 ± 65,8 μm) nach G3 (597,5 ± 101,0 μm) zu (p<0,001). Sowohl der Pleomorphismus (p<0,001) als auch der Polymegalismus (p<0,001) der Endothelzellen waren in betroffenen Augen stärker ausgeprägt. In 13,5% der Fälle wurde während der durchschnittlichen Follow-up-Dauer von 25,0 ± 19,9 Monaten eine Progression des Guttae-Schweregrads festgestellt. Ein höheres Spenderalter war mit dem Auftreten von höhergradigen Guttae im Verlauf assoziiert (p<0,001). Das Auftreten einer Cornea guttata hatte in den ersten drei Jahren nach perforierender Keratoplastik keinen Einfluss auf das Transplantatüberleben (p=0,591).
Schlussfolgerungen:
Unsere Studie impliziert, dass vor allem mild ausgeprägte Guttae nach perforierender Keratoplastik auftreten, welche die Sehstärke und die 36-Monats-Überlebensrate des Transplantats nicht beeinflussen. Das milde Guttae-Stadium führt jedoch bereits zu einer Zunahme der Hornhautdicke, einem Endothelzellverlust und einer veränderten Endothelzellmorphologie. Außerdem kann eine Zunahme des Guttae-Schweregrades in 13,5% aller Fälle im klinischen Verlauf beobachtet werden. Purpose: The aim of this study was to determine the prevalence and severity of corneal guttata following penetrating keratoplasty and to determine its impact on morphological and functional outcomes. Methods: This retrospective study analysed the postoperative examinations of 1758 penetrating keratoplasties performed between 2009 and 2019 in the Department of Ophthalmology at the Saarland University Medical Center in Homburg/Saar. Information on patient’s age and sex, as well as donor age, graft origin, and the indication for the intervention was gathered. In addition, a total of 6662 postoperative endothelial cell images (3.77 ± 2.29 per eye) were analysed during clinical examinations up to September 2020. Furthermore, corneal thickness and visual acuity, frequency and severity of corneal guttata (divided into stages G0 without corneal guttata and G1–G3 with increasing severity), pleomorphism and polymegethism of endothelial cells, endothelial cell density as well as the 36-month graft survival were analysed. Results: 14.9% of grafts showed corneal guttata in the first examination within nine months, with the mildest expression G1 (13.6%) being the most frequent. Grafts from our in-house eye bank (13.9%) were affected less frequently (p=0.034) than those from external eye banks (17.6%). Best-corrected visual acuity did not differ in G1 (0.43 ± 0.24) compared to G0 (0.43 ± 0.23). The mean endothelial cell density was lower in G1 compared to G0 (p<0.001). Corneal thickness increased from G0 (541.4 ± 65.8 μm) to G3 (597.5 ± 101.0 μm) (p<0.001). Both pleomorphism (p<0.001) and polymegethism (p<0.001) of endothelial cells were correlated with the appearance of corneal guttata. Progression of guttae severity was detected in 13.5% of cases during the mean follow-up time of 25.0 ± 19.9 months. Higher donor age was associated with the occurrence of higher-graded guttae during follow-up (p<0.001). The occurrence of postoperative guttae had no effect on graft survival in the first three years after penetrating keratoplasty (p=0.591). Conclusions: Our study suggested that corneal guttata were transplanted in 14.9% of penetrating keratoplasties, most of which were low-grade guttae not affecting the 36-month graft survival or the visual acuity, but already leading to a loss of endothelial cell density, increase in corneal thickness and alteration of endothelial cell morphology. In 13.5% of the cases, a progression was demonstrated in the postoperative course. |
Link zu diesem Datensatz: | urn:nbn:de:bsz:291--ds-373498 hdl:20.500.11880/35366 http://dx.doi.org/10.22028/D291-37349 |
Erstgutachter: | Seitz, Berthold |
Tag der mündlichen Prüfung: | 25-Aug-2022 |
Datum des Eintrags: | 7-Mär-2023 |
Fakultät: | M - Medizinische Fakultät |
Fachrichtung: | M - Augenheilkunde |
Professur: | M - Prof. Dr. Berthold Seitz |
Sammlung: | SciDok - Der Wissenschaftsserver der Universität des Saarlandes |
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