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doi:10.22028/D291-33436
Titel: | Der Stellenwert der Bestimmung der Leitgeschwindigkeitsvariation (LGV) in der Diagnostik immunvermittelter, demyelinisierender Polyneuropathien |
VerfasserIn: | Singh, Puneet |
Sprache: | Deutsch |
Erscheinungsjahr: | 2020 |
Erscheinungsort: | Homburg/Saar |
Kontrollierte Schlagwörter: | Polyradikulitis Diagnose |
Freie Schlagwörter: | Chronisch inflammatorisch demyelinisierende Polyradikuloneuropathie (CIDP) Leitgeschwindigkeitsvariation (LGV) |
DDC-Sachgruppe: | 500 Naturwissenschaften 610 Medizin, Gesundheit |
Dokumenttyp: | Dissertation |
Abstract: | Ziel dieser Studie war es, die Bedeutung der Leitgeschwindigkeitsvariation (LGV) bei der Diagnosestellung von Patienten mit einer immunvermittelten chronisch inflammatorischen demyelinisierenden Polyradikuloneuropathie (CIDP) herauszuarbeiten und zu überprüfen, ob der Einsatz der LGV möglicherweise die Sicherheit in der Diagnosestellung der CIDP verbessern kann. In einem Kollektiv von 24 CIDP-Patienten und 38 gesunden Probanden erfolgten dazu sowohl eine Neurografie als auch die LGV am Nervus ulnaris (N. ulnaris). Die LGV ist dabei eine Messmethode, bei der die Verteilung der motorischen Fasern bezüglich ihrer Leitgeschwindigkeiten innerhalb eines peripheren Nervs bestimmt werden kann. Hierzu wurden zeitlich und topisch versetzte Doppelreize gegeben. Die LGV dient dazu, elektrophysiologische Veränderungen, wie etwa eine Verlangsamung der Nervenleitgeschwindigkeit (NLG), innerhalb eines Faserspektrums nachzuweisen. Die Untersuchung mit Doppelreizen nach der Methode von Hopf wurde von unseren Studienteilnehmern gut toleriert.
Wir konnten nachweisen, dass durch eine Erhöhung der Reizstärke (über die supramaximale Reizschwelle hinaus) der diagnostischen Wert der LGV bei immunvermittelten Polyneuropathien erhöht wird.
Wie in der Literatur bei diabetisch bedingten Polyneuropathien beschrieben, zeigte sich auch in unserer Studie, dass in der LGV statistisch signifikante Auffälligkeiten bei CIDP-Patienten im Vergleich zum Normkollektiv bestehen, und zwar zum Teil auch dann, wenn die konventionelle Neurografie keine derartigen Auffälligkeiten zeigte.
Der zusätzliche Einsatz der LGV kann somit bei CIDP-Patienten die diagnostische Sicherheit erhöhen. Dies kann insbesondere für Patienten wichtig werden, bei denen anhand der aktuell gültigen European Federation of Neurological Societies (EFNS)-Kriterien eine Diagnosestellung schwierig ist. The aim of this study was to elucidate the importance of distribution of conduction velocity (DCV) in the diagnosis of patients with immune-mediated chronic inflammatory demyelinating polyradiculoneuropathy (CIDP) and to evaluate whether the use of DCV may improve the safety of the diagnosis of CIDP or not. In a group of 24 CIDP-patients and 38 healthy volunteers a neurography and a DCV was conducted on the ulnar nerve. The DCV is a method to measure the distribution of motorical fibers in a peripheral nerve. It can constitute electrophysical alterations in a spectrum of fibers. The DCV according to Hopf was well tolerated by our participants. We were able to prove that by increasing the stimulus intensity by 50% (beyond the supramaximal threshold) the diagnostic value of the DCV in immune-mediated neuropathies is increased. As described in the literature for diabetic polyneuropathies, we were also able to demonstrate that there are statistically significant abnormalities in CIDP-patients compared to the norm, healthy collective, in part even if conventional neurography showed no abnormalities. The additional use of DCV may increase the diagnostic confidence in CIDP-patients. This can especially apply for patients who are difficult to diagnose based on the current European Federation of Neurological Societies (EFNS) criteria. |
Link zu diesem Datensatz: | urn:nbn:de:bsz:291--ds-334360 hdl:20.500.11880/31005 http://dx.doi.org/10.22028/D291-33436 |
Erstgutachter: | Dillmann, Klaus Ulrich |
Tag der mündlichen Prüfung: | 25-Feb-2021 |
Datum des Eintrags: | 30-Mär-2021 |
Fakultät: | M - Medizinische Fakultät |
Fachrichtung: | M - Neurologie und Psychiatrie |
Professur: | M - Prof. Dr. Klaus Faßbender |
Sammlung: | SciDok - Der Wissenschaftsserver der Universität des Saarlandes |
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