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Titel: Urogynäkologische Aus- und Weiterbildung in Deutschland : Kluft zwischen Anspruch und Realität
VerfasserIn: Boymanns, Anke Elisabeth
Sprache: Deutsch
Erscheinungsjahr: 2018
Erscheinungsort: Homburg/Saar
Kontrollierte Schlagwörter: Gynäkologische Urologie
Medizinische Ausbildung
Weiterbildung
DDC-Sachgruppe: 610 Medizin, Gesundheit
Dokumenttyp: Dissertation
Abstract: Durch eine steigende Alterserwartung, die allgemeine demographische Bevölkerungsentwicklung und eine erfreulich zunehmende Enttabuisierung der Inkontinenzproblematik wird die gesamte Ärzteschaft, im Speziellen jedoch die Urologen und Gynäkologen, zunehmend mit urogynäkologischen Fragestellungen konfrontiert. Da die Urogynäkologie bislang jedoch keine standardisierte Behandlungssäule in beiden Fachdisziplinen darstellt, ist der Aus- und Weiterbildungsstatus innerhalb der deutschen Urogynäkologie sehr heterogen. Erstmalig wurde daher zwischen April 2015 und Mai 2016 bundesweit die urogynäkologische Aus- und Weiterbildungssituation aus Sicht urologischer und gynäkologischer Weiterbildungsassistenten sowie deren Chefärzte mittels einer Online-Umfrage (34- bzw. 38-Item-Fragebogen) evaluiert. An der bundesweiten Umfrage beteiligten sich insgesamt 336 Weiterbildungsassistenten und 190 Chefärzte aus urologischen Kliniken sowie 171 Weiterbildungsassistenten und 175 Chefärzte aus gynäkologischen Kliniken. 70% der befragten Weiterbildungsassistenten gaben ein persönliches Interesse an der Urogynäkologie an, 42% der gynäkologischen Weiterbildungsassistenten bzw. 52% der urologischen Weiterbildungsassistenten erhalten jedoch aus eigener Sicht keine standardisierte Weiterbildung in ihrer eigenen Klinik. Die Befragung der Chefärzte ergab bei selbiger Fragestellung diskrepante Ergebnisse. Weniger als 10% der Weiterbildungsassistenten erhalten nach Ansicht der Chefärzte keine standardisierte urogynäkologische Aus- und Weiterbildung. Den befragten Chefärzten ist die urogynäkologische Aus- und Weiterbildung ihrer Weiterbildungsassistenten in der eigenen Klinik jedoch sehr wichtig, dies zeigt sich unter anderem durch eine hohe klinikinterne Rate an Fortbildungen (ca. 75%) zur oben genannten Thematik. Der Anspruch und die Realität der urogynäkologischen Aus- und Weiterbildungssituation weichen stark auseinander, wie diese Dissertation belegt. Nur durch eine strukturierte, interdisziplinäre Aus- und Weiterbildung kann das Ziel einer in Deutschland flächendeckenden, transparenten Qualifikation auf dem Gebiet der Urogynäkologie erreicht werden.
Urogynaecological training situation in Germany – gap between demand and reality Due to an increasing life expectancy, related demographic development and decreasing taboo of the incontinence urologists as well gynaecologists are increasingly faced with urogynecological problems. To date, urogynecology, however, is a non-standardized area of expertise in both disciplines. Therefore, the German urogynecology training is very heterogeneous and needs evaluation as well as improvement. From April 2015 to May 2016, the urogynaecological education and training situation was evaluated nationwide for the first time from the point of view of urological and gynecological trainees and their chief physicians by using a comprehensive questionnaire (34-/38-multiple-choice items). 336 urological trainees and 190 chief physicians as well as 171 gynaecological trainees and 175 chief physicians participated in the survey. 70% of all trainees stated a personal interest in urogynecology, but 42% of those gynecological trainees and 52% of the urological trainees claim not to receive a standardised training in their own department. The chief physicians` survey resulted in discrepancies concerning the same question: less than 10% of all trainees do not receive a standardised urogynecological training from their point of view. However, a standardised urogynecological training is of importance for those chief physicians, resulting in a high hospital-intern rate of education and training (75%). There is a discrepancy between expectations and reality of urogynecological education and training, which is shown in this study. To enable a well-structured and standardized urogynecological education and training, it is compulsory to focus on an interdisciplinary cooperation and to promote multidisciplinary development.
Link zu diesem Datensatz: urn:nbn:de:bsz:291--ds-320751
hdl:20.500.11880/29636
http://dx.doi.org/10.22028/D291-32075
Erstgutachter: Steffens, Joachim
Tag der mündlichen Prüfung: 19-Jul-2019
Datum des Eintrags: 7-Sep-2020
Fakultät: M - Medizinische Fakultät
Fachrichtung: M - Urologie und Kinderurologie
Professur: M - Keiner Professur zugeordnet
Sammlung:SciDok - Der Wissenschaftsserver der Universität des Saarlandes



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