Please use this identifier to cite or link to this item: doi:10.22028/D291-30380
Title: Zufriedenheitsanalyse von Rettungsdienstteams innerhalb des TraumaNetzwerks® Saar-(Lor-)Lux-Westpfalz nach Schockraumübergabe in einem überregionalen Traumazentrum anhand eines standardisierten Fragebogens
Author(s): Jedrzejewski, Aleksandra Daria
Language: German
Year of Publication: 2018
Place of publication: Homburg/Saar
DDC notations: 610 Medicine and health
Publikation type: Doctoral Thesis
Abstract: 1.1. Deutsche Zusammenfassung Einleitung Beim Polytrauma handelt es sich um ein plötzlich eintretendes, lebensbedrohliches Krankheitsbild, welches in der Akutsituation eine große Herausforderung darstellt. Qualitätsmanagement bildet die Grundlage für eine kontinuierliche Verbesserung der Versorgung von schwerverletzten Patienten und ist für jedes Traumazentrum essenziell. Das Ziel der vorliegenden Arbeit ist es, die Zufriedenheit von Rettungsdienstteams nach Schockraumübergabe, innerhalb des TraumaNetzwerks® Saar-(Lor-)Lux-Westpfalz in einem überregionalen Traumazentrum zu analysieren und dabei besonderes Augenmerk auf die Schwächen, Stärken und Unterschiede innerhalb der Berufsgruppen zu richten. Material und Methoden Über einen Zeitraum von zwei Jahren und sieben Monaten wurde eine retrospektive Studie durchgeführt. Hierfür wurden Daten von 252 Probanden erfasst. Für die Erfassung der Zufriedenheit der Rettungsdienstteams wurde ein Fragebogen, basierend auf dem System einer verbalen Rating-Skala (angelehnt an das Schulnotensystem) erstellt. Zur vergleichenden Betrachtung der Unterschiede innerhalb der Berufsgruppen wurde sich der zwei größten Kollektive („Notarzt“ und „Rettungsassistent“) bedient. Hierzu wurden Kreuztabellen erstellt und der Chi-Quadrat-Test sowie der exakte Test nach Fischer durchgeführt. Als statistisch signifikant wurde ein p-Wert <0,05 festgelegt. Ergebnisse Als Stärken des Zentrums manifestierten sich die Verfügbarkeit der Ressourcen, die unmittelbare Bereitschaft des Schockraums, die Anwesenheit des Schockraumpersonals, die achtungsvolle und kollegiale Übernahme sowie die Zügigkeit der Behandlungsabläufe. Bei den genannten Variablen zeigte sich kein statistisch signifikanter Unterschied innerhalb der Berufsgruppen. Die Kommunikation wurde ausschließlich von den Notärzten überdurchschnittlich bewertet und das Ergebnis erwies sich als statistisch signifikant. Zu den Schwächen des Zentrums gehörten die Erkennbarkeit des Traumaleaders, das Feedback und die Erkundigungsmöglichkeiten des Rettungdienstteams. Schlussfolgerung In der Studie zeigte sich eine deutliche Überlegenheit der Stärken gegenüber den Schwächen der Klinik. Kritisch muss die Erkennbarkeit des Traumaleaders betrachtet werden, die in den freien Kommentaren mehrmals angemerkt wurde und verbessert werden sollte. Das Merkmal „Feedback“ wurde lediglich von 81 der 252 Teilnehmer evaluiert und das Merkmal „Erkundigung über den Patienten ist möglich“ von lediglich 123 Studienbefragten. Es schien Verständnisprobleme bei den Formulierungen zu geben. Dies führte dazu, dass die Mehrzahl der Probanden auf eine Bewertung dieser Parameter verzichtete. Die Umlagerung vom Spineboard trotz nicht ausgeschlossener Wirbelsäulenverletzung wurde am häufigsten in den freien Kommentaren kritisiert. Weiterhin sollte die Verbesserung der telefonischen Anmeldung und Kommunikation überdacht werden. Die weiteren Verbesserungsvorschläge wurden in weniger als 1,6% der Fälle aufgeführt.
1.2. Summary Background A polytrauma is a suddenly occurring and critical condition of a person which is very challenging for medical staff. Quality management is the basis for a continuous improvement of the patient’s treatment and essential for every trauma center. The objective of this dissertation is to analyze the satisfaction of emergency teams after transferring the patient into the resuscitation room of a transregional trauma center from the TraumaNetzwerk® Saar-(Lor-)Lux-Westpfalz focusing on weaknesses, strengths and differences between the professions. Methods Over a period of two years and seven months a retrospective study with a database of 252 participants was conducted. A questionary was made to capture the satisfaction of the emergency teams based on a verbal rating scale with grades inspired by the school system. The two largest collectives („Notarzt“ and „Rettungsassistent“) were used to compare the intra-professional differences. For this purpose cross tables were made. Furthermore, the Chi-squared test and Fischer’s exact test were used. P-value <0,05 was defined as statistically significant. Results As the strengths of the trauma center the availability of resources, the immediate preparedness of the emergency-room, the attendance of the emergency-room staff, the respectful and collegial takeover of the patient and the fast treatment turned out. There is no statistically significant intra-professional difference in the mentioned points. Only the group of the emergency physicians („Notärzte“) rated the communication above average and the difference between the professions was statistically significant. The weaknesses of the trauma center were the recognizability of the trauma leader, the feedback and the possibility to inquire about the patient. Conclusion This study shows a distinct advantage of strengths against the weaknesses of the clinic. The recognizability of the trauma leader should be seen in a critical light because it was mentioned several times in the free comments and should be improved. The point „feedback“ was rated by only 81 participants and point 14 (possibility to inquire about the patient) was rated by 123 participants. It seems like there were misunderstandings in the phrasing of these points that is why the majority of the participants left these points out. Moving the patient from the spine board without making sure that there is no spinal injury was criticized the most in the free comments. In addition, the improvement of the telephone registration should be reconsidered as well as and the improvement of the communication. Other suggestions were made in less than 1,6% of the cases.
Link to this record: urn:nbn:de:bsz:291--ds-303801
hdl:20.500.11880/28797
http://dx.doi.org/10.22028/D291-30380
Advisor: Pohlemann, Tim
Date of oral examination: 3-Jul-2019
Date of registration: 27-Feb-2020
Faculty: M - Medizinische Fakultät
Department: M - Chirurgie
Professorship: M - Prof. Dr. Tim Pohlemann
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