Please use this identifier to cite or link to this item: doi:10.22028/D291-29679
Title: Klinische Langlebigkeit von Keramikinlays und Goldgussinlays - Eine vergleichende Literaturrecherche -
Author(s): Yazdani Badabi, Seyed Kawe
Language: German
Year of Publication: 2019
Place of publication: Homburg/Saar
DDC notations: 610 Medicine and health
Publikation type: Doctoral Thesis
Abstract: Seit dem ersten Aufkommen der Dentalkeramiken sind zahlreiche Studien durchgeführt worden, in denen die klinische Langlebigkeit von Keramikinlays untersucht wurde. Im Zuge dieser Studien kam es mit dem Review von Manhart et al. [2004] zu der einzigen aktuelleren Übersichtsarbeit, in der die Studienergebnisse bezüglich der klinischen Langlebigkeiten von Keramik- und Goldgussinlays verglichen wurden. In jüngerer Zeit wurden nur noch Reviews veröffentlicht, in denen die Studienergebnisse bezüglich der klinischen Langlebigkeiten von Keramik- und Goldgussinlays separat untersucht wurden. Diese Reviews weisen jedoch oft eine sehr enge Wahl der Ein- und Ausschlusskriterien für die einbezogenen Studien auf. Dies liefert zwar eine gute Vergleichbarkeit der Einzelstudien untereinander, jedoch schränkt es die Anzahl der Studien und damit letztendlich die Aussagekraft des Reviews ungemein ein und erlaubt oft nur Aussagen über die klinische Langlebigkeit keramischer Werkstoffe unter idealen Arbeitsbedingungen wie z.B. an einer universitären Zahnklinik. Ziel dieser wissenschaftlichen Arbeit war es, die klinischen Langlebigkeiten von Keramikund Goldgussinlays ohne die Limitierung durch zu enge Ein- und Ausschlusskriterien der inkludierten Studien miteinander zu vergleichen, um Aussagen bezüglich der Praxistauglichkeit von keramischen Werkstoffen als Inlays machen zu können. Hierzu wurden Studien, welche die klinische Langlebigkeit von Goldguss- und Keramikinlays unter universitären Arbeitsbedingungen sowie auch unter Praxisbedingungen sowohl für den jeweiligen dentalen Werkstoff separat als auch vergleichend untersuchten, herangezogen und ausgewertet. Studien, in denen Goldgussrestaurationen bzw. CAD/CAM-Keramikrestaurationen, Presskeramikrestaurationen und Gusskeramikrestaurationen untersucht wurden, wiesen ähnlich gute Ergebnisse im Hinblick auf die klinische Langlebigkeit auf. Die durchschnittlichen jährlichen Misserfolgsraten waren 1,5-2,66% für Studien mit Goldgussrestaurationen, 0,53-2,31% für Studien mit CAD/CAM-Keramikrestaurationen, 0,82-1,7% für Studien mit Presskeramikrestaurationen und 1,23-3,45% für Studien mit Gusskeramikrestaurationen. Die geschichteten Keramikrestaurationen schnitten im Vergleich hierzu mit durchschnittlichen jährlichen Misserfolgsraten von 4,88-6,49% schlechter ab. Zudem konnte der Einfluss von zwei Parametern auf die klinische Langlebigkeit von dentalen Restaurationen aufgezeigt werden. Die Verwendung eines Kofferdams bei der Insertion von keramischen Inlays wirkte sich positiv auf die klinische Langlebigkeit von Keramikinlays aus. Es zeigte sich bei den Studien mit CAD/CAM-Keramikrestaurationen und den Studien mit Presskeramikrestauration, dass der Durchschnitt aus den jährlichen Misserfolgsraten derjenigen Studien, welche einen Kofferdam verwendet haben, bei 1,1 und 0,9% lag. Der Durchschnitt aus den jährlichen Misserfolgsraten derjenigen Studien, welche sicher keinen Kofferdam verwendet haben, oder welche keine Angaben über die durchgeführte Trockenlegung gemacht haben, lag bei 1,3 und 1,24%. Darüber hinaus konnte festgestellt werden, dass Studien mit durchgeführter Kaplan-Meier-Analyse eine geringere durchschnittliche jährliche Misserfolgsrate aufwiesen als Studien ohne durchgeführte Kaplan-Meier-Analyse. Es kann geschlussfolgert werden, dass keramische Inlays als zuverlässige, klinisch langlebige Alternative zu Goldgussinlays bewertet werden können. Die besseren Ergebnisse der Studien, in denen unter absoluter Trockenlegung gearbeitet wurde, zeigen jedoch die Techniksensitivität der keramischen Restaurationen auf.
Since the introduction of dental ceramics, numerous studies have been conducted to investigate the clinical longevity of ceramic inlays. In the course of these studies, the review by Manhart et al. [2004] has been the only recent review that compared the study results on the clinical longevity of ceramic and cast gold inlays. More recently, only reviews have been published that separately examined the study results for the clinical longevity of ceramic and cast gold inlays. However, these reviews often have a very narrow choice of inclusion and exclusion criteria for the studies involved. This provides good comparability of the individual studies with each other, but it limits the number of studies and thus ultimately the validity of the review immensely, and often allows only statements about the clinical longevity of ceramic materials under ideal working conditions such as at a university dental clinic. The aim of this scientific work was to compare the clinical longevity of ceramic and cast gold inlays without the limitation of too narrow inclusion and exclusion criteria of the included studies to make statements regarding the practical suitability of ceramic materials as inlays. For this purpose, studies that examined the clinical longevity of cast gold and ceramic inlays under university working conditions as well as under practical conditions, both for the respective dental material separately and comparatively, were used and evaluated. Studies examining cast gold restorations, CAD/CAM ceramic restorations, press ceramic restorations and cast ceramic restorations have all shown similar good clinical longevity results. The average annual failure rates were 1.5-2.66% for studies with cast gold restorations, 0.53-2.31% for studies with CAD/CAM ceramic restorations, 0.82-1.7% for studies with pressed ceramic restorations and 1.23-3.45% for studies with cast ceramic restorations. Layered ceramic restorations had worse results with average annual failure rates of 4.88-6.49%. In addition, the influence of two parameters on the clinical longevity of dental restorations was demonstrated. The use of a rubber dam during insertion of ceramic inlays has had a positive effect on the clinical longevity of ceramic inlays. The studies including CAD/CAM ceramic restorations and press ceramic restorations found that the average annual failure rates of studies using a rubber dam were 1.1 and 0.9%. The average of the annual failure rates of those studies that did not use a rubber dam or which did not provide information about the use of a rubberdam was 1.3 and 1.24%. In addition, it was found that studies with performed Kaplan-Meier analysis showed a lower average annual failure rate than studies without Kaplan-Meier analysis. It can be concluded that ceramic inlays can be assessed as a reliable, clinically long-lasting alternative to cast gold inlays. The better results of the studies, which used a rubber dam during insertion of the ceramic restorations, however, show the technical sensitivity of the ceramic restorations.
Link to this record: urn:nbn:de:bsz:291--ds-296791
hdl:20.500.11880/28553
http://dx.doi.org/10.22028/D291-29679
Advisor: Hannig, Matthias
Date of oral examination: 3-Dec-2019
Date of registration: 8-Jan-2020
Faculty: M - Medizinische Fakultät
Department: M - Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde
Professorship: 
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