Bitte benutzen Sie diese Referenz, um auf diese Ressource zu verweisen: doi:10.22028/D291-27691
Titel: Kombinierte Aorten- und Mitralklappenrekonstruktion
Verfasser: Wick, Alexander Markus
Sprache: Deutsch
Erscheinungsjahr: 2017
Erscheinungsort: Homburg/Saar
SWD-Schlagwörter: Mitralklappe
Freie Schlagwörter: Mitralklappenrekonstruktion
DDC-Sachgruppe: 610 Medizin, Gesundheit
Dokumentart : Dissertation
Kurzfassung: 1.1 Zusammenfassung Ziele: Die isolierte Mitralklappenrekonstruktion (MKR) ist zu einem Standardverfahren geworden. Die isolierte Aortenklappenrekonstruktion (AKR) findet aufgrund guter mittel- und langfrisitiger Ergebnisse zunehmend Verbreitung. Bei simultaner Aorten- und Mitralklappenchirurgie ist die Kombination aus Aortenklappenersatz und MKR aktuell das Verfahren der Wahl. Ob eine kombinierte AKR und MKR mit akzeptablem Risiko und guten Langzeitergebnissen durchgeführt werden kann, ist bislang unklar. In der vorliegenden Studie stellen wir unsere Erfahrungen mit diesem Vorgehen dar. Methoden: Zwischen 03/1997 und 11/2015 unterzogen sich 156 Patienten (mittleres Alter 60±16 Jahre) aufgrund von relevanter Aorten- (AI) und Mitralklappeninsuffizienz (MI) einer kombinierten AKR/MKR. Perioperative Daten wurden retrospektiv unter Durchsicht der Patientenakten erhoben. Follow-Up Daten wurden mittels strukturierter Telefoninterviews und Anforderung von Verlaufsunterlagen aus weiterbetreuenden Arztpraxen erlangt. Das Follow-Up war zu 99% komplett, mit einer mittleren Dauer von 71±51 Monaten (Median 90, Spannweite 1-225). Ergebnisse: Die perioperative Letalität betrug 4,5%. Das 5- und 10 Jahresüberleben lag bei 78% und 63%. Die Freiheit von Reoperation nach 5 und 10 Jahren betrug 82% und 65%. Insgesamt mussten 31 Patienten reoperiert werden, bei 11 konnte die Klappe dabei erneut rekonstruiert werden. Die Freiheit von Klappenersatz nach 5 und 10 Jahren lag bei 88% und 74%. Die Ergebnisse unterschieden sich, je nach Ätiologie der zugrunde liegenden Klappenerkrankung. Bei rein degenerativer AI und MI lag das Überleben bei 74% und 60%, die Freiheit von Reoperation bei 82% und 77% nach jeweils 5 und 10 Jahren. Im Gegensatz dazu zeigten Patienten mit rein rheumatischer Ätiologie ein Überleben von 100% und eine Freiheit von Reoperation von 71% nach 5 und 10 Jahren. Während des Follow-Up-Zeitraumes traten keine schweren Blutungen auf. 5 Patienten entwickelten im Verlauf eine Endokarditis, bei 3 waren thrombembolische Ereignisse zu verzeichnen. Die Freiheit von diesen typischen klappenassoziierten Komplikationen lag nach 10 Jahren bei 93%. Schlußfolgerung: Die kombinierte AKR/MKR kann in erfahrenen Zentren insgesamt mit akzeptablen Ergebnissen, was Überleben der Patienten und Stabilität des Operationsergebnisses im Langzeitverlauf angeht, durchgeführt werden. Das Auftreten typischer klappenassoziierter Komplikationen wie Thrombembolie, Endokarditis und schwerer Blutung ist selten. Eine sorgfältige Patientenselektion ist jedoch notwendig, da sich die Ergebnisse je nach Mechanismus der Klappeninsuffizienzen und Komplexität des notwendigen Eingriffes voneinander unterscheiden
1.2 Abstract Objective: Isolated repair of the mitral valve (MVr) has become routine, repair of the aortic valve (AVr) is increasingly accepted with good mid-term stability. For simultaneos aortic and mitral valve surgery the combination of aortic valve replacement and MVr is the treamtment of choice at the moment. It is uncertain, whether combined MVr and AVr will lead to acceptable risk and stability. We analyzed our experience with combined MVr and AVr. Methods: Between 03/1997 and 11/2015 156 patients (mean age 60±16 years) underwent combined AVr/MVr for relevant aortic and mitral regurgitation. Perioperative data were aqcuired retrospectively from patients' medical records. Follow-up was obtained by structured telephone interview of patients or their relatives, as well as collection of additional data from patients' further treating cardiologists and family doctors. Follow-up was 99% complete with a mean duration 71±51 months (median, 90; range, 1-225 months). Results: Early mortality was 4.5%. Five and 10-year-survival was 78% and 63%, freedom from reoperation at 5 and 10 years was 82% and 65%. 31 Patients had to be reoperated. At reoperation, in 11 patients the valve could be re-repaired. Overall freedom from valve replacement at 5 and 10 years was 88% and 74%. Results differed for different etiologies of valvular disease. Survival for purely degenerative disease was 74 and 59% at 5 and 10 years. Freedom from reoperation in this group was 84% and 79% at 5 and 10 years however. In contrast rheumatic etiology showed survival of 100% after 5 and 10 years but only a freedom from reoperation of 71% after 5 and 10 years. During follow-up no bleeding complications occurred. 5 patients developed endocarditis and 3 had thrombembolic events. The 10-year freedom from these typical valve-related complications was 93%. Conclusions: Combined aortic and mitral valve repair can be performed with low morbidity and mortality in adept centers. Overall the procedure leads to acceptable long-term survival and durability. Typical valve-related complications such as bleeding, endocarditis or thrombembolic events are rare. Nevertheless careful patient selection is mandatory, as results differ, depending on etiology of underlying valve disease and complexity of the potential operation.
Link zu diesem Datensatz: urn:nbn:de:bsz:291--ds-276919
hdl:20.500.11880/27330
http://dx.doi.org/10.22028/D291-27691
Erstgutachter: Schäfers, Hans-Joachim
Tag der mündlichen Prüfung: 23-Nov-2017
SciDok-Publikation: 23-Jan-2019
Fakultät: M - Medizinische Fakultät
Fachrichtung: M - Chirurgie
Fakultät / Institution:SciDok - Elektronische Dokumente der UdS

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