Bitte benutzen Sie diese Referenz, um auf diese Ressource zu verweisen: doi:10.22028/D291-27625
Titel: Perioperativer Vergleich zweier proximaler Femurnägel bei der Behandlung instbiler, intertrochantärer Frakturen - eine prospektiv-randomisierte Studie
Verfasser: Senger, Pia
Sprache: Deutsch
Erscheinungsjahr: 2017
Erscheinungsort: Homburg/Saar
SWD-Schlagwörter: Oberschenkelbruch
DDC-Sachgruppe: 610 Medizin, Gesundheit
Dokumentart : Dissertation
Kurzfassung: Einleitung: Trotz vielfacher Weiterentwicklung intramedullärer Marknagelsysteme ist die Rate an Komplikationen weiterhin hoch, insbesondere bei älteren Patienten mit reduzierter Knochenqualität. Ziel dieser Studie war es daher, zwei moderne intramedulläre Implantate, zum einen den Intertan-Nagel (ITN) mit einer zusätzlich zur Schenkelhalsschraube integrierten verriegelnden Gleitschraube, zum anderen den etabliertem Gammanagel (GN), bei der Behandlung instabiler pertrochantärer Femurfrakturen hinsichtlich implantatspezifischer Komplikationen und des mittelfristigen klinischen, funktionellen Outcomes zu untersuchen. Material und Methoden: Diese prospektiv-randomisierte Studie wurde an einem Traumazentrum der Maximalversorgung über einen Beobachtungszeitraum von 20 Monaten durchgeführt. Eingeschlossen wurden Patienten, älter als 60 Jahre, mit einer instabilen pertrochantären Femurfraktur (AO/OTA 31 A2/A3). Ausschlusskriterien waren vorbestehende Immobilität, pathologische Fakturen, schwere Arthrose des betroffenen Gelenks, fehlende Einwilligungsfähigkeit und schwere Begleiterkrankungen als Kontraindikation zur operativen Versorgung. Je 30 Patienten wurden nach dem Zufallsprinzip mittels ITN oder GN versorgt. Es erfolgte die Auswertung der allgemeinen Patientendaten, der perioperativen und implantatspezifischen Komplikationen sowie das postoperative Outcome, einschließlich des funktionellen Status (Merle d’Aubigne Score, postoperative Gehfähigkeit), über einen Zeitraum von 6 Monaten. Ergebnisse: Die perioperativen Resultate beider Implantatgruppen waren vergleichbar. Die durchschnittliche Operationsdauer in der Gammanagelgruppe war insgesamt 14 Minuten kürzer als in der Intertan-Gruppe (64,6 min. vs. 78 min., p = 0,044). In 10 Fällen wurde das Instrumentarium des Intertan-Nagels als schlecht bewertet, in der Gammanagelgruppe hingegen nur einmal (p = 0,002). Unsere Ergebnisse wiesen keine signifikanten Unterschiede zwischen beiden Implantatgruppen hinsichtlich des funktionellen Outcomes und der implantatspezifischen Komplikationsrate auf. Unabhängig vom Implantat zeigte sich jedoch ein signifikanter Zusammenhang zwischen der Position der Schenkelhalsschraube und dem Auftreten einer mechanischen Komplikation (p = 0,009). Zusammenfassung: Beide Implantatmodelle, sowohl der ITN als auch der GN, weisen vergleichbare klinische Resultate bei weiterhin hohen Komplikationsraten bei der Versorgung instabiler pertrochantärer Femurfrakturen auf. Es zeigte sich, dass die Operationstechnik, also sowohl eine adäquate Frakturreposition als auch eine adäquate Schenkelhalsschraubenpositionierung und nicht die Konfiguration des Implantates von größter Bedeutung für ein erfolgreiches Operationsergebnis sind.
Introduction: The complication rate of intramedullary nailing of unstable intertrochanteric femoral fractures is still suggested to be high especially in the elderly with compromised bone quality. The aim of this study was to compare two intramedullary nails for unstable intertrochanteric femoral fractures with regard to the complication rate and midterm clinical outcome: the Trigen Intertan nail (ITN) using two specifically linked cephalo-cervical screws versus the third generation gamma nail (GN). Materials and Methods: This prospective study was carried out at a level 1 University Trauma Centre over a period of 20 months. A total of 60 patients older than 60 years with an unstable intertrochanteric femoral fracture (AO/OTA 31 A2/A3) were enrolled and randomised into either ITN (n=30) or GN (n=30), respectively. Exclusion criteria were inability to walk prior to the fracture, pathological fracture, associated severe osteoarthritis of the affected hip, comorbidities that preclude surgical intervention, and refusal to give informed consent for the study. General patients’ data, perioperative implant-related complications and postoperative outcome including functional status (Merle d’Aubigne Score, postoperative mobility) were analysed to a follow up of six months. Results: The perioperative data of the two groups were comparable. Mean operating time in the GN group was 14 minutes shorter than in the ITN group (64.6 minutes versus 78 minutes, p=0.044). In 10 of the ITN procedures the surgeons rated the implant as cumbersome, whereas they did so in only one of the GNprocedures (p=0.002). The results showed no significant differences between the two groups in terms of functional outcome and complication rate. Independent on the implant there was a significant correlation between the position of the cephalocervical or lag screw and the mechanical failure rate (p=0.009). Conclusion: ITN as well as GN provide comparable clinical results and still high complication rates (mechanical implant failure) in the fixation of unstable intertrochanteric femoral fractures. It could be demonstrated, that the operative technique, including closed reduction of the fracture and positioning of the cephalo-cervical or lag screw, and not the implant configuration, is of utmost importance in achieving a successful outcome.
Link zu diesem Datensatz: urn:nbn:de:bsz:291-scidok-ds-276250
hdl:20.500.11880/27274
http://dx.doi.org/10.22028/D291-27625
Erstgutachter: Pohlemann, Tim
Tag der mündlichen Prüfung: 16-Nov-2017
SciDok-Publikation: 3-Jan-2019
Fakultät: M - Medizinische Fakultät
Fachrichtung: M - Chirurgie
Fakultät / Institution:SciDok - Elektronische Dokumente der UdS

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