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Titel: Einfluss von Omega-3-Fettsäuren auf postprandiale Triglyceride und Aktivität von Monozyten
Verfasser: Binder, Stephan Bernd Gisbert
Sprache: Deutsch
Erscheinungsjahr: 2016
Erscheinungsort: Homburg/Saar
SWD-Schlagwörter: Omega-3-Fettsäuren
Triglyceride
Monozyt
DDC-Sachgruppe: 610 Medizin, Gesundheit
Dokumentart : Dissertation
Kurzfassung: Der Einfluss von Triglyceriden (TG) auf die Atherosklerose ist nicht eindeutig geklärt. Einige epidemiologische Studien weisen darauf hin, dass ein Zusammenhang zwischen postprandialer Triglyceridserumkonzentration und kardiovaskulären Ereignissen besteht. In Untersuchungen, in denen die Wirkung von Omega-3-Fettsäuren (ω3-FS) getestet wurde, zeigte sich in höheren Dosierungen ein senkender Einfluss auf die Nüchtern-Triglyceride. Bei der Pathogenese von atherosklerotischen Plaques spielen Makrophagen eine wichtige Rolle. Ob hohe Blutfettspiegel ausreichen um einen inflammatorischen Reiz mit Monozytenaktivierung auszulösen ist bisher nicht bekannt. Im Rahmen der hier durchgeführten randomisierten placebokontrollierten Cross-Over-Studie sollte daher geklärt werden, ob ω3-FS dazu geeignet sind auch in der postprandialen Phase die Triglyceride zu senken und eine Monozytenaktivierung zu attenuieren. Hierfür wurden im Zeitraum zwischen dem 01.09.2009 und dem 27.11.2010 30 Patienten mit Koronarer Herzkrankheit (KHK) und ausgeschlossener Diabeteserkrankung für je drei Wochen mit 4g/Tag Omega-3-Säuremethylester 90 bzw. Placebo behandelt. Vor und nach jeder Behandlungsphase erfolgte ein oraler Triglycerid-Toleranz-Test (oTTT) mit 80 g Fett. In der mit ω3-FS behandelten Gruppe zeigte sich ein Abfall der Nüchtern-Triglyceride im Vergleich zum Vortest von 137,1 ± 12,9 mg/dl auf 112,2 ± 8,6 mg/dl (p < 0,05). Die Messungen der Blut-Triglyceride während des oTTT zeigten eine Kurve mit Höhepunkt des Triglyceridanstieges nach 4 Stunden (184,0 ± 7,37 % vom Ausgangswert / nichtbehandelte Kontrollen). In der Verum-Gruppe waren nach Behandlung die maximal erreichten Triglycerid-Spiegel (205,9 ± 17,1 mg/dl) signifikant niedriger als davor (244,8 ± 24,6 mg/dl) (p<0.05) und gegenüber der Placebo-Gruppe (242,4 ± 21,0 mg/dl) (p<0.05). Dabei ähnelte der relative TG-Konzentrationsanstieg unter Verum (192,8 ± 12,7 % vom Ausgangswert) dem unter Placebo. Zur Identifikation von Monozytenaktivierung bzw. Veränderung leukozytärer und monozytärer Subpopulationen wurden die Oberflächenmarker CD11b, CD14, CD16 (Cluster of Differentiation 11b, 14 und 16) sowie CCR2 (C-C Chemokine Rezeptor 2) nach oTTT im Zeitverlauf mittels Durchflusszytometrie gemessen. Außerdem wurden s-ICAM-1 (soluble Intercellular Adhesion Molecul 1), ein Biomarker für endotheliale Entzündungsreaktionen, und 8-Isoprostan, als Marker des oxidativen Stresses bestimmt. Dabei zeigte sich bei keinem der gemessenen Parameter ein eindeutiger Einfluss weder durch die Fettaufnahme und den TG-Anstieg noch durch die Behandlung mit ω3-FS. Zusammenfassend kann man sagen, dass ω3-FS nicht nur die Nüchtern-Triglyceride sondern auch die postprandialen Triglyceride im Blut signifikant senken. Eine durch eine hohe Triglyceridserumkonzentration ausgelöste Makrophagenaktivierung oder Entzündungs-reaktion ließ sich durch die verwendeten Methoden nicht nachweisen. Ebenfalls wurde kein Einfluss von ω3-FS auf die gemessenen inflammatorischen Parameter festgestellt.
Data regarding the importance of triglycerides in the development of atherosclerosis are conflicting. Epidemiologic studies suggest an association between postprandial serum triglyceride concentrations and cardiovascular events. Omega-3 fatty acids (ω3-FA) reduce fasting serum triglyceride concentrations when administered in high dose rates. Macrophages play an important role in the development of atherosclerosis. It is unknown if high serum triglyceride concentrations themselves are able to stimulate vascular inflammation with monocyte and macrophage involvement. Therefore in the present randomized placebo-controlled cross-over-study we investigated if omega-3-fatty acids can reduce postprandial serum triglyceride concentrations. A second goal was to measure a possible effect of ω3-FA on triglyceride induced activation of monocytes. In the period between 01-09-2009 and 27-11-2010 30 non-diabetic patients with coronary heart disease (CHD) were treated for 3 weeks with 4 g/day ω3-FA or placebo. Before and after every treatment period an oral triglyceride tolerance test (oTTT) with 80 g fat was performed. Omega-3-fatty acids reduced fasting triglycerides from 137.1 ± 12.9 mg/dl to 112.2 ± 8.6 mg/dl (p < 0.05). Measurements of triglycerides during the oTTT showed a maximum after 4 h (184.0 ± 7.37 % from controls). In the treatment-group maximum serum triglyceride concentrations where significant lower after treatment (from 244.8 ± 24.6 mg/dl to 205.9 ± 17.1 mg/dl) (p<0.05) and also when compared to the placebo group (242.4 ± 21.0 mg/dl) (p<0.05). The relative triglyceride increase was similar in the ω3-FA group when checked against placebo. In order to detect an effect on monocyte activation, we measured surface markers CD11b, CD14, CD16 (cluster of differentiation 11b, 14 and 16) and CCR2 (C-C chemokine receptor 2) following oTTT using flow cytometry. Additionally serum concentrations of s-ICAM-1 (soluble intercellular adhesion molecule 1), a biomarker for endothelium inflammation, and 8-Isoprostan, a marker of oxidative stress, were investigated. Neither oTTT intake nor the treatment with ω3-FA showed a clear influence on those parameters. In conclusion ω3-FA are able to reduce not only the fasting triglycerides but also postprandial serum triglyceride concentrations. No influence was detected of triglycerides or ω3-FA on inflammatory parameters or monocyte activation.
Link zu diesem Datensatz: urn:nbn:de:bsz:291-scidok-ds-276106
hdl:20.500.11880/27269
http://dx.doi.org/10.22028/D291-27610
Erstgutachter: Laufs, Ulrich
Tag der mündlichen Prüfung: 11-Jun-2018
SciDok-Publikation: 17-Dez-2018
Fakultät: M - Medizinische Fakultät
Fachrichtung: M - Innere Medizin
Fakultät / Institution:SciDok - Elektronische Dokumente der UdS

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