Bitte benutzen Sie diese Referenz, um auf diese Ressource zu verweisen: doi:10.22028/D291-27236
Titel: Antiapoptotische Wirkung von G-CSF im Rattenmodell nach Schädigung des Nervus cochlearis
Verfasser: Lessing, Julia Maria
Sprache: Deutsch
Erscheinungsjahr: 2016
Erscheinungsort: Homburg/Saar
SWD-Schlagwörter: G-CSF
Ratte
Freie Schlagwörter: Nervus cochlearis
DDC-Sachgruppe: 610 Medizin, Gesundheit
Dokumentart : Dissertation
Kurzfassung: In dieser Studie wurde die antiapoptotische Wirkung von Granulozyten-Kolonie stimulierendem Faktor (G-CSF) nach Schädigung des Nervus cochlearis untersucht. Hierzu wurden die Antikörperfärbungen Bax und Bcl-2 verwendet. Ebenfalls wurde ein direkter Apoptosenachweis mit der TUNEL-Methode (TdT-mediated dUTP- biotin nick end labeling) durchgeführt. Vorausgehende Studien zeigten bereits, dass G-CSF antiapoptotische, antiinflammatorische und neuroprotektive Eigenschaften besitzt. So wurde in einer vorangehenden Studie unserer Arbeitsgruppe der Nervus cochlearis bei Ratten mit einem Wasserstrahldissektor im rechten Kleinhirnbrückenwinkels geschädigt. Diese Schädigung wirkte sich durch Deafferenzierungsprozesse auf das Kerngebiet des Nervus cochlearis aus. Die Ratten wurden randomisiert drei verschiedenen Gruppen zugeteilt. Der Kontrollgruppe wurde an Tag 1, 3 und 5 nach Schädigung NaCl subkutan gespritzt; der zweiten Gruppe (G-CSF post) wurde an diesen Tagen G-CSF verabreicht. Der letzten Gruppe, der G-CSF pre&post Gruppe, applizierte man zusätzlich zu den Tagen 1, 3 und 5 nach Operation auch einen Tag vor der Operation G-CSF. Nach einer Woche wurden die Ratten perfundiert, die Gehirne für eine Woche in Formalin eingelegt und danach in Paraffin fixiert. Anschließend wurden die Gehirne im Bereich des Hirnstamms in einem Abstand von 5 μm geschnitten und auf Objektträger aufgezogen. Die Schnitte aus diesem Vorprojekt sind Gegenstand meiner immunhistochemischen Studie. Für die Antikörperfärbungen mit Bax und Bcl-2 wurden Gehirnschnitte auf Höhe des Kerngebiets des Nervus cochlearis ausgewählt. Die Schnitte wurden entparaffiniert und immunhistochemisch gefärbt. Ebenfalls führte man an vergleichbaren Schnitten ein direkter Apoptosenachweis mit der TUNEL-Methode (TdT-mediated dUTP- biotin nick end labeling) durch. Die gefärbten Schnitte wurden unter einem Lichtmikroskop (Olympus BX43) betrachtet. Mit Hilfe einer Mikroskopkamera (XC30 Olympus) wurden Bilder angefertigt, die mit der Olympus soft imaging Software (analySIS getIT) ausgewertet wurden. Die Ergebnisse dieser Studie lassen vermuten, dass G-CSF antiapoptotische Eigenschaften besitzt. Die histologische Auswertung der Antikörperfärbung mit dem proapoptotischen Protein Bax ergaben, dass in der Kontrollgruppe die Zahl der Bax-positive Zellen signifikant höher ist, als in den Gruppen, denen man G-CSF verabreichte. Die Färbung mit antiapoptotischem Antikörper Bcl-2 zeigte, dass Bcl-2-positive Zellen in den Gruppen beiden G-CSF Gruppen (G-CSF post und G-CSF pre&post) signifikant höher sind, als in der Kontrollgruppe. Der direkte Apoptosenachweis ergab, dass die Anzahl der TUNEL-positiven Zellen in der Kontrollgruppe signifikant höher ist, als in den beiden G-CSF Gruppen. Hieraus lässt sich schließen, dass G-CSF in dieser Studie zu einer höheren Exprimierung von Bcl-2 in Neuronen führte. Ebenso wurde das proapoptotische Protein Bax geringer exprimiert. Daraus resultiert eine verringerte Anzahl von apoptotischen Nervenzellen im Kerngebiet des Nervus cochlearis durch G-CSF. Abschließend kann man sagen, dass G-CSF in dieser Studie antiapoptotisch wirkte und sich positiv auf den Erhalt der Nervenzellen im Kerngebiet nach Schädigung des Nervus cochlaris auswirkte. Die antiapoptotische Wirkung wird vermutlich durch die Regulation der Proteine Bax und Bcl-2 beeinflusst.
In this study we analysed the antiapoptotic impact of Granulocyte-colony stimulating factor (G-CSF) after Nervus cochlearis lesion. For this reason the antibodies Bax and Bcl-2 and a direct proof of apoptosis by TUNEL-method (TdT-mediated dUTP- biotin nick end labeling) were used. Previous studies showed that G-CSF has antiapoptotic, anti-inflammatory and neuroprotective effects. In a prior study of our group the cochlear nerve of rats was damaged in the cerebellopontine angle by using a waterjet-dissector. The damage of the nucleus of the cochlear nerve occur by deafferention. Rats were randomized into three groups. Sodium chloride was given to the control group on day 1, 3 and 5 after the operation. The second group (G-CSF post) received G-CSF at the same days. The last group (G-CSF pre&post) received G-CSF on day 1, 3 and 5 after the lesion and additionally one day before surgery. The animals were perfused after one week; the brains were fixed in formalin for one week and after this fixed in paraffin. Histological sections of 5 μm were prepared and used for immunohistochemistry. In the present investigation, histological sections at the level of the cochlear nucleus were used for antibody staining. These sections were dewaxed and used for immunohistochemical staining and direct evidence of apoptosis using the TUNEL-method. Microscopic analysis was performed with an Olympus microscope (BX43) and a microscopic camera (XC30 Olympus). The pictures were evaluated using Olympus soft imaging Software (analySIS getIT). The results of the immunohistochemical staining with Bax presented in a significantly higher number of Bax-positive-cells in the control group in comparison with the groups using G-CSF. The proapoptotic protein Bax decreased in the groups treated with G-CSF. The number of Bcl-2-positive-cells in the G-CSF post and G-CSF pre&post group was significantly higher than in the control group. Direct detection of apoptosis using TUNEL revealed a larger number of cells in the control group than in the groups treated with G-CSF. Furthermore results revealed that G-CSF have a positive impact on the Bcl-2-positive-cells. Moreover the count of apoptotic cells increased in the cochlear nuclear complex of the cochlear nerve. G-CSF presented in this study an antiapoptotic effect preventing neurons of the cochlear nuclear complex after leasion oft he cochlear nerve.
Link zu diesem Datensatz: urn:nbn:de:bsz:291-scidok-ds-272362
hdl:20.500.11880/27079
http://dx.doi.org/10.22028/D291-27236
Erstgutachter: Oertel, Joachim
Tag der mündlichen Prüfung: 16-Aug-2017
SciDok-Publikation: 18-Jun-2018
Fakultät: M - Medizinische Fakultät
Fachrichtung: M - Neurochirurgie
Fakultät / Institution:M - Medizinische Fakultät

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