Bitte benutzen Sie diese Referenz, um auf diese Ressource zu verweisen: doi:10.22028/D291-27235
Titel: Thorakale epidurale oder paravertebrale Analgesie : ein Vergleich der Schmerzen und Nebenwirkungen nach thoraxchirurgischen Eingriffen
Verfasser: Pfeifer, Christopher-Sebastian
Sprache: Deutsch
Erscheinungsjahr: 2017
Erscheinungsort: Homburg/Saar
SWD-Schlagwörter: Thoraxchirurgie
Analgesie
Schmerz
Nebenwirkung
DDC-Sachgruppe: 610 Medizin, Gesundheit
Dokumentart : Dissertation
Kurzfassung: Schmerzen nach lungenchirurgischen Eingriffen gehören zu den stärksten Schmerzen überhaupt. Eine dementsprechende Schmerztherapie ist Grundvoraussetzung für eine schnelle Genesung der Patienten. Um nach thoraxchirurgischen Eingriffen eine adäquate Schmerztherapie zu gewährleisten, stehen verschiedene Verfahren zur Verfügung. Wir vergleichen in dieser Studie die thorakale Epiduralanalgesie (TEA) und die sonografisch kontrollierte Paravertebralanalgesie (PVA), in Bezug auf deren analgetische Wirksamkeit, Nebenwirkungen und die Mobilisierbarkeit der Patienten. Im Zeitraum von April 2010 bis Juli 2013 wurden 68 Patienten in die Studie eingeschlossen. Die Randomisierung, zur TEA-Gruppe und PVA-Gruppe, erfolgte per Losentscheid. Beide Verfahren wurden präoperativ durch den Anästhesisten gelegt. Die TEA mittels „loss of resistance“- Technik (LOR- Technik), die PVA sonografisch kontrolliert in inline-Technik. Darüber erfolgte die kontinuierliche Gabe von 8ml/h Ropivacain (0,2%) in Kombination mit Sufentanil (0,5 μg/ml). Die Patienten wurden anschließend hinsichtlich ihrer postoperativen Schmerzen in Ruhe, beim Husten und dem Maximalschmerz mit Hilfe der Numeratic Rating Scale befragt. Zudem wurde deren zusätzlicher Opioidverbrauch notiert und die Patienten im Hinblick auf Nebenwirkungen untersucht. Dies erfolgte im Zeitraum von 60 Stunden postoperativ indem ein Case Report Form- Bogen ausgefüllt wurde. 68 Patienten wurden in die Studie eingeschlossen, 5 wurden nachträglich wieder ausgeschlossen. So konnten 30 Patienten aus der TEA-Gruppe und 33 Patienten aus der PVA-Gruppe ausgewertet werden. Dabei ergab sich in Bezug auf die postoperative Analgesie kein statistisch signifikanter Unterschied. Weder bei den Schmerzen in Ruhe, noch den Schmerzen beim Husten und dem Maximalschmerz, unterschieden sich die TEA- und PVA-Gruppe statistisch signifikant voneinander. Auch beim Opioidverbrauch über den gesamten Beobachtungszeitraum, wurde zwischen den beiden Gruppen kein statistisch signifikanter Unterschied festgestellt. Zum gleichen Ergebnis kamen wir bei den Nebenwirkungen. Lediglich die Mobilisierungsmaße zeigten einen statistisch signifikanten Unterschied. Die Patienten der PVA- Gruppe konnten schneller mobilisiert werden. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die TEA und die sonografisch kontrollierte PVA in Bezug auf die postoperative Analgesie und deren Nebenwirkungen gleichwertig sind. Die Mobilisierung der PVA-Patienten gelingt allerdings in der Regel zügiger
Pain after thoracic surgery is among the most intense pain of all. A corresponding pain therapy is a prerequisite for the quick recovery of patients. Various methods are available to ensure adequate pain therapy after thoracic surgery. We compare the thoracic epidural analgesia (TEA) and the sonographically controlled thoracic paravertebral analgesia (PVA) in this study in relation to their analgesic efficacy, side effects and the mobilisability of the patients. In the period from April 2010 to July 2013, 68 patients were included in the study. Randomization of both the TEA group and the PVA group was carried out by lot decision. Both techniques were preoperatively placed by an anaesthetist. The TEA was applied by using the "loss of resistance" technique (LOR technique), the PVA sonographically controlled by inline technique. This was followed by a continuous application of 8 ml / h Ropivacaine (0.2%) in combination with sufentanil (0.5 μg / ml). The patients were subsequently questioned about their postoperative pain, in rest, during coughing and maximum pain, by using the numerical rating scale. Furthermore, the additional consumption of opium was noted and the patients investigated for side effects. This was done postoperatively for 60 hours by using a Case Report form sheet. Of the 68 patients included in the study, 5 were retrospectively excluded. Thus, 30 patients from the TEA group and 33 patients from the PVA group were analysed. There was no significant difference between the groups in relation to the postoperative analgesia. Pain at rest, pain during coughing and maximum pain showed no significant difference between the TEA and PVA groups. Also the total opioid use over the entire observation period was not significantly different between the two groups. The same result occurred with the side effects. Only the mobilisability showed a statistically significant difference. The patients of the PVA group could be mobilised more quickly. In summary, it can be said that the TEA seems as effective as the sonographically controlled PVA in respect of the postoperative analgesia and its side effects. The mobilisation of PVA patients, however, is in generally faster.
Link zu diesem Datensatz: urn:nbn:de:bsz:291-scidok-ds-272350
hdl:20.500.11880/27078
http://dx.doi.org/10.22028/D291-27235
Erstgutachter: Volk, Thomas
Tag der mündlichen Prüfung: 12-Okt-2017
SciDok-Publikation: 18-Jun-2018
Fakultät: M - Medizinische Fakultät
Fachrichtung: M - Anästhesiologie
Fakultät / Institution:M - Medizinische Fakultät

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