Bitte benutzen Sie diese Referenz, um auf diese Ressource zu verweisen: doi:10.22028/D291-27207
Titel: Vergleich unterschiedlicher Verfahren zur Einlungenventilation
Verfasser: Hoffmann, Klaus
Sprache: Deutsch
Erscheinungsjahr: 2016
Erscheinungsort: Homburg/Saar
SWD-Schlagwörter: Lungenventilation
Freie Schlagwörter: Einlungenventilation
DDC-Sachgruppe: 610 Medizin, Gesundheit
Dokumentart : Dissertation
Kurzfassung: Verschiedene Verfahren sind in der Vergangenheit entwickelt worden, um eine chirurgisch erwünschte Einlungenventilation bei verschiedenen operativen Eingriffen zu erzielen. Als Standard hat sich dabei die Verwendung eines Doppellumentubus etabliert. Der alternative Einsatz eines Bronchusblockers scheint in der täglichen Praxis häufig nur speziellen Situationen wie dem Vorliegen eines schwierigen Atemweges vorbehalten zu sein. In unserer prospektiv randomisierten Studie wurde die Anwendung des Doppellumentubus mit zwei Bronchusblockern (Arndt- und EZ-Blocker) verglichen. Die Studie wurde nach Genehmigung durch die Ethikkommssion des Saarlandes an 90 erwachsenen Patienten durchgeführt, die sich thoraxchirurgischen Eingriffen unterzogen. In 3 Gruppen von je 30 Patienten verglichen wir dabei die 3 Verfahren zur Atemwegstrennung hinsichtlich Platzierungszeit, Dislokationshäufigkeit und Qualität des Lungenkollapses. In unserer Studie zeigte sich, dass der EZ-Blocker dem Doppellumentubus hinsichtlich der benötigten Platzierungszeit zumindest ebenbürtig war (EZ 185 ± 64 sec vs. DLT 194 ± 117 sec), tendenziell perioperativ seltener dislozierte (EZ Gruppe bei 10 von 30 Patienten vs. DLT Gruppe bei 18 von 30 Patienten) und bei Dislokation signifikant schneller zu repositionieren war (EZ-Blocker 18 ± 12 sec vs. DLT 119 ± 162 sec). Der Arndt-Blocker benötigte hingegen im Vergleich deutlich längere Platzierungszeiten (Arndt-Blocker 393 ± 243 sec). Kein signifikanter Unterschied zwischen den 3 Verfahren fand sich bei der Qualität des erzielten Lungenkollapses. Die häufigere Anwendung des EZ-Blockers zur Herstellung einer Einlungenventilation scheint somit für die tägliche Praxis ein vielversprechender Ansatz zu sein und sollte in weiteren Studien untersucht werden.
In the past decades, different devices have been developed to provide intraoperative one lung ventilation (OLV) in various operations when demanded by the surgeon. The most frequently chosen devices for this purpose are by far double lumen tubes (DLT). Using bronchial blockers (BB) as an alternative approach seems to be somehow limited to special situations such as difficult airways. In our prospective randomized trial we compared the use of DLT with two types of BB: the Arndt blocker and the EZ blocker. After approval by the local ethical committee, the study was performed on 90 patients who were scheduled to thoracic surgery requiring OLV. We compared the performance of the devices in terms of time for tube placement, frequency of device dislocation, and quality of achieved lung collapse using three groups of 30 subjects each. In our study, EZ blockers at least equaled DLT in time for tube placement (EZ 185 ± 64 sec vs DLT 194 ± 117 sec) were less prone to intraoperative dislocation (EZ 10 out of 30 patients, DLT 18 out of 30 patients), and repositioning after dislocation was significantly faster (EZ 18 ± 12 sec vs. DLT 119 ± 162 sec) Placement of Arndt blockers took a significantly longer time (393 ± 243 sec). No significant difference was found in the quality of lung collapse achieved by either of the three devices. Using the EZ blocker on a regular base to achieve OLV when necessary seems to be a promising approach and should be evaluated by further studies.
Link zu diesem Datensatz: urn:nbn:de:bsz:291-scidok-ds-272073
hdl:20.500.11880/27057
http://dx.doi.org/10.22028/D291-27207
Erstgutachter: Grundmann, Ulrich
Tag der mündlichen Prüfung: 18-Jul-2017
SciDok-Publikation: 25-Mai-2018
Fakultät: M - Medizinische Fakultät
Fachrichtung: M - Anästhesiologie
Fakultät / Institution:M - Medizinische Fakultät

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