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Titel: From labels to functions : how working memory capacity facilitates processing of matrix reasoning items with multiple rules
Verfasser: Krieger, Florian
Sprache: Englisch
Erscheinungsjahr: 2018
DDC-Sachgruppe: 150 Psychologie
310 Allgemeine Statistiken
500 Naturwissenschaften
Dokumentart : Dissertation
Kurzfassung: The question why some individuals are more intelligent than others is one of the most important questions of the last 100 years in psychology. This study set out to investigate why individuals are better in matrix reasoning as one of the most prominent proxies of intelligence. One well-replicated finding is that matrix-reasoning items with multiple rules are harder to solve than items with a single rule. Notably, it is assumed that the individual working memory capacity (WMC) plays a crucial role in the processing of items with multiple rules. However, it is still an ongoing question why WMC is facilitating the processing of these items. In this work, we investigated possible roles of WMC in matrix-reasoning items with multiple rules. In doing so, we experimentally manipulated certain processes in matrix reasoning which are suggested in the literature to be more demanded in items with multiple rules. In addition, we observed the impact of WMC on these processes from a functional perspective. That is to say, we defined WMC not as an overall resource, but based on the WMC-literature, we examined which aspect of WMC could be required for the respective processes in matrix reasoning. The first study investigated whether storing partial solutions is required in matrix-reasoning and whether individual storage capacity as one aspect of WMC facilitates the storing of partial solutions. The second study can be regarded as a preliminary study for the third study, which quantified the influence of filtering as a further aspect of WMC on matrix-reasoning. The third study investigated whether selective encoding demands are present in multiple-rule items by means of both behavioral and eye movement analyses. We also observed whether individual filtering ability facilitates selective encoding in matrix reasoning. In addition, we observed whether goal management demands are present in multiple-rule items and whether individual storage and processing as another aspect of WMC is related to goal management. Results of all studies revealed that neither storing partial solutions nor goal management were required in multiple rule items, nor that these demands were associated with the aspects of WMC assessed in the respective studies. In contrast, results indicate that higher difficulties in multiple-rule items were mainly due to higher demands on selective encoding and more importantly, filtering facilitated processing of items with these demands. The results of the present study entail important implications for both matrix-reasoning processing and intelligence but also for our understanding of the involvement of WMC in intelligence.
Die Frage, warum manche Menschen intelligenter sind als andere, ist eine der wichtigsten Fragen der letzten 100 Jahre in der Psychologie. In dieser Studie wurde untersucht, warum einige Personen in figuralen Matrizentests – als einer der prominentesten Verfahren zu Erfassung von Intelligenz – besser sind als andere. Ein gut replizierter Befund ist, dass figuralen Matrizentest-Aufgaben mit mehreren Regeln schwieriger zu lösen sind als Aufgaben mit einer einzigen Regel. Insbesondere wird davon ausgegangen, dass die individuelle Arbeitsspeicherkapazität (WMC) eine entscheidende Rolle bei der Verarbeitung von Aufgaben mit mehreren Regeln spielt. Es ist jedoch immer noch ungeklärt, warum WMC die Bearbeitung dieser Aufgaben erleichtert. Deshalb untersuchten wir in dieser Arbeit mögliche Einflüsse von WMC in figuralen Matrizentest mit mehreren Regeln. Hierbei manipulierten wir experimentell bestimmte Prozesse in figuralen Matrizentests, die in der Literatur als wichtige Prozess diskutiert werden, die bei Aufgaben mit mehreren Regeln stärker beansprucht zu sein scheinen. Darüber hinaus beobachteten wir den funktionalen Einfluss von WMC auf diese Prozesse. Das heißt, wir haben WMC nicht als Gesamtressource definiert, sondern auf der Grundlage der Literatur untersucht, welcher Aspekt von WMC für die jeweiligen Prozesse in figuralen Matrizentests benötigt werden könnte. Die erste Studie untersuchte, ob die Speicherung von Teillösungen in figuralen Matrizentest erforderlich ist und ob die individuelle Speicherkapazität, als Teilaspekt von WMC, die Speicherung von Teillösungen erleichtert. Die zweite Studie kann als Vorstudie für die dritte Studie betrachtet werden, die den Einfluss der Filterfähigkeit als weiteren Aspekt von WMC auf figural Matrizentests quantifizierte. Die dritte Studie untersuchte anhand von Verhaltens- und Augenbewegungsanalysen, ob selektive Enkodierungsanforderungen in Aufgaben mit mehreren Regeln vorhanden sind. Wir beobachteten zudem, ob individuelle Filterfähigkeiten das selektive Enkodieren in figuralen Matrizentests erleichtert. Darüber hinaus beobachteten wir, ob Anforderungen an das Zielmanagement in Aufgaben mit mehreren Regeln vorhanden sind und ob die Fähigkeit Inhalte im Arbeitsgedächtnis während der Bearbeitung einer kompetitiven Zeitaufgabe zu speichern mit dem Zielmanagement zusammenhängt. Die Ergebnisse der Studien zeigen, dass weder die Speicherung von Teillösungen noch das Zielmanagement in Aufgaben mit mehreren Regeln erforderlich war, noch, dass diese Anforderungen mit den jeweiligen Aspekten des WMC, die in den jeweiligen Studien erhoben wurde, zusammenhing. Im Gegensatz deuten die Ergebnisse darauf hin, dass höhere Schwierigkeiten bei Aufgaben mit mehreren Regeln hauptsächlich auf höhere Anforderungen an die selektive Enkodierung zurückzuführen waren, und was noch wichtiger ist, die Filterfähigkeit das Lösen dieser Aufgaben erleichterte. Die Ergebnisse der vorliegenden Studie beinhalten wichtige Implikationen sowohl für die Verarbeitung von figuralen Matrizentests als auch für Intelligenz im Allgemeinen, aber auch für unser Verständnis über die Beteiligung von WMC an Intelligenz.
Link zu diesem Datensatz: urn:nbn:de:bsz:291-scidok-ds-271669
hdl:20.500.11880/27029
http://dx.doi.org/10.22028/D291-27166
Erstgutachter: Zimmer, Hubert D.
Tag der mündlichen Prüfung: 9-Apr-2018
SciDok-Publikation: 14-Mai-2018
Drittmittel / Förderung: This research was conducted within the International Research Training Group "Adaptive Minds" supported by German Research Foundation (DFG) under Grant 1457.
Fördernummer: DFG GRK-1457
Fakultät: HW - Fakultät für Empirische Humanwissenschaften und Wirtschaftswissenschaft
Fachrichtung: HW - Psychologie
Fakultät / Institution:HW - Fakultät für Empirische Humanwissenschaften und Wirtschaftswissenschaft

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