Bitte benutzen Sie diese Referenz, um auf diese Ressource zu verweisen: doi:10.22028/D291-27078
Titel: Lebertransplantation an einem niedrigfrequenten Transplantationszentrum : retrospektive Analyse des Outcomes der verwendeten Organe
Verfasser: Karnasiotis, Anna Katerina
Sprache: Deutsch
Erscheinungsjahr: 2017
Erscheinungsort: Homburg/Saar
SWD-Schlagwörter: Lebertransplantation
DDC-Sachgruppe: 610 Medizin, Gesundheit
Dokumentart : Dissertation
Kurzfassung: Seit der ersten Lebertransplantation im Jahre 1963 durch T. Starzl hat sich diese weltweit durch Verbesserung von Technik, Konservierungslösungen und Medikation zu einer wichtigen Behandlungsoption einer terminalen Lebererkrankung etabliert. Da somit mehr Patienten eine Lebertransplantion als Therapiemöglichkeit angeboten werden kann als Spenderorgane erhältlich sind, ist es in den letzten Jahren zu einem Organmangel gekommen. Aufgrund dessen ist man in der Transplantationsmedizin zunehmend auf die Verwendung grenzwertiger Spenderorganen angewiesen. In dieser retrospektiven Analyse wurde daher das Outcome grenzwertiger Organe aufgearbeitet. Ziel dieser Untersuchung ist es, Unterschiede und Probleme in der Versorgung mit grenzwertigen Organen aufzuzeigen. Im Lebertransplantationszentrum des Universitätsklinikums des Saarlandes wurden bis zum 31.12.2010 insgesamt 110 Lebertransplantationen bei 98 Patienten durchgeführt. Viral bedingte Leberzirrhosen stellten neben ethyltoxischen Zirrhosen die Hauptindikation dar. Der durchschnittliche MELD-Score lag bei 22 ± 9,3 Punkten. Interessanterweise wurden retroperspektiv (nach den Eurotransplant Richtlinien ausgewertet) 66 grenzwertige Spenderorgane transplantiert. Die kalte und warme Ischämiezeit war in der Gruppe der grenzwertigen Organe signifikant höher, verglichen mit der Gruppe normaler Spenderorgane. Hinsichtlich der Komplikationen fiel auf, dass eine postoperative Pfortaderthrombose bei signifikant mehr Patienten auftrat, die ein normales Organ erhielten, ebenso Komplikationen wie das primäre Transplantatversagen oder biliäre Strikturen. Bei Verwendung von grenzwertigen Leberorganen wurde zwar häufiger im Vergleich zur Gruppe normaler Spenderorgane eine Abstoßungsreaktion, eine Infektion oder eine Ischemic Type Biliary Lesion beobachtet, der Unterschied war jedoch nicht signifikant. Das Risiko andere postoperative Komplikationen zu erleiden, war zwischen den beiden Gruppen nicht unterschiedlich. Die Mortalitätsrate im Krankenhaus sowie die Todesursache der Patienten, die ein grenzwertiges Organ transplantiert bekamen, war, verglichen mit der Gruppe die ein normales Organ erhielten, nicht signifikant höher. Die Analyse konnte zeigen, dass bezogen auf frühe Komplikationen, frühes Transplantat- und Patientenüberleben, unterschiedliche Verläufe nach Verwendung eines normalen und grenzwertigen Organs auftreten. In diesem kleinen Kollektiv konnte kein eindeutiger Nachteil bei Verwendung eines grenzwertigen Organs aufgezeigt werden. Der Erfolg der Transplantation ist von vielen, nicht nur organspezifischen Faktoren und Einflüssen abhängig.
The first liver transplantation was performed in 1963 by T. Starzl. Since then, liver transplantation have become a very important option in the treatment of terminal liver diseases. Over the last few years, an increasing number of patients were offered a liver transplantation which was opposed to a shortage of available organs. Therefore, we depend more and more on the usage of so-called marginal organs. In this following retrospective analysis, the outcome of these marginal organ transplantations was studied. The aim of the study is to point out differences and problems between the usage of these marginal organs and a suitable control group. From 01.01.2002 to 31.12.2010, 110 liver transplantations on 98 patients were performed at the liver transplantation center of the Klinik für Allgemeine Chirurgie, Viszeral-, Gefäß- und Kinderchirurgie at the University of Saarland (Homburg). The main indications for the liver transplantation were viral induced liver cirrhosis and ethyltoxic liver cirrhosis. The average MEDL-Score constituted to 22+/-9,3 points. Interestingly, 66 of the transplanted marginal organs were retrospectively found to fulfill the Eurotransplant Guidelines. Among the group of patients receiving a marginal organ, cold and warm ischemia time was significantly higher compared the group with a normal organ (control group). Interestingly, postoperative thrombosis of the portal vein occurred significantly more often in patients receiving a normal organ compared the marginal group. Furthermore, primary organ failure or biliary strictures appeared more likely in the control group. The use of a marginal organ was not often associated with a rejection, an infection or an ischemic type biliary lesion. The risk for complications other than the ones discussed obove showed no significance between both groups. Also, the mortality rates did not differ significantly from the control group. In conclusion, there are differences between the use of a marginal organ and a normal organ, especially regarding postoperative complications. In our analyzed groups of patients, no definite disadvantage could be shown. In conclusion, the success of organ transplantation depend on many not only organ-specific factors as well as other influences that have yet to be determined.
Link zu diesem Datensatz: urn:nbn:de:bsz:291-scidok-ds-270781
hdl:20.500.11880/26966
http://dx.doi.org/10.22028/D291-27078
Erstgutachter: Kollmar, Otto
Tag der mündlichen Prüfung: 26-Okt-2017
SciDok-Publikation: 1-Mär-2018
Fakultät: M - Medizinische Fakultät
Fachrichtung: M - Chirurgie
Fakultät / Institution:M - Medizinische Fakultät

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