Bitte benutzen Sie diese Referenz, um auf diese Ressource zu verweisen: doi:10.22028/D291-26650
Titel: A temporal logic approach to information-flow control
Verfasser: Rabe, Markus N.
Sprache: Englisch
Erscheinungsjahr: 2016
SWD-Schlagwörter: Temporale Logik
Computersicherheit
Formale Methoden
Verifikation
Freie Schlagwörter: Informationsflusskontrolle
Temporallogik
temporal logic
information-flow control
formal methods
verification
DDC-Sachgruppe: 004 Informatik
Dokumentart : Dissertation
Kurzfassung: Information leaks and other violations of information security pose a severe threat to individuals, companies, and even countries. The mechanisms by which attackers threaten information security are diverse and to show their absence thus proved to be a challenging problem. Information-flow control is a principled approach to prevent security incidents in programs and other technical systems. In information-flow control we define information-flow properties, which are sufficient conditions for when the system is secure in a particular attack scenario. By defining the information-flow property only based on what parts of the executions of the system a potential attacker can observe or control, we obtain security guarantees that are independent of implementation details and thus easy to understand. There are several methods available to enforce (or verify) information-flow properties once defined. We focus on static enforcement methods, which automatically determine whether a given system satisfies a given information-flow property for all possible inputs to the system. Most enforcement approaches that are available today have one problem in common: they each only work for one particular programming language or information-flow property. In this thesis, we propose a temporal logic approach to information-flow control to provide a simple formal basis for the specification and enforcement of information-flow properties. We show that the approach can be used to enforce a wide range of information-flow properties with a single algorithm. The main challenge is that the standard temporal logics are unable to express information-flow properties. They lack the ability to relate multiple executions of a system, which is essential for information-flow properties. We thus extend the temporal logics LTL and CTL* by the ability to quantify over multiple executions and to relate them using boolean and temporal operators. The resulting temporal logics HyperLTL and HyperCTL* can express many information-flow properties of interest. The extension of temporal logics com- pels us to revisit the algorithmic problem to check whether a given system (model) satisfies a given specification in HyperLTL or HyperCTL*; also called the model checking problem. On the technical side, the main contribution is a model checking algorithm for HyperLTL and HyperCTL* and the detailed complexity analysis of the model checking problem: We give nonelementary lower and upper bounds for its computational complexity, both in the size of the system and the size of the specification. The complexity analysis also reveals a class of specification, which includes many of the commonly consid- ered information-flow properties and for which the algorithm is efficient (in NLOGSPACE in the size of the system). For this class of efficiently checkable properties, we provide an approach to reuse existing technology in hardware model checking for information-flow control. We demonstrate along a case study that the temporal logic approach to information-flow control is flexible and effective. We further provide two case studies that demonstrate the use of HyperLTL and HyperCTL* for proving properties of error resistant codes and distributed protocols that have so far only been considered in manual proofs.
Informationssicherheit stellt eine immer größere Bedrohung für einzelne Personen, Firmen und selbst ganze Länder dar. Ein grundlegender Ansatz zur Vorbeugung von Sicherheitsproblemen in technischen Systemen, wie zum Beispiel Programmen, ist Informationsflusskontrolle. In der Informationsflusskontrolle definieren wir zunächst sogenannte Informationsflusseigenschaften, welche hinreichende Bedingungen für die Sicherheit des gegebenen Systems in einem Sicherheitsszenario darstellen. Indem wir Informationsflusseigenschaften nur auf Basis der möglichen Beobachtungen eines Angreifers über das System definieren, erhalten wir einfach zu verstehende Sicherheitsgarantien, die unabhängig von Implementierungsdetails sind. Nach der Definition von Eigenschaften muss sichergestellt werden, dass ein gegebenes System seine Informationsflusseigenschaft erfüllt, wofür es bereits verschiedene Methoden gibt. Wir fokussieren uns in dieser Arbeit auf statische Methoden, welche für ein gegebenes System und eine gegebene Informationsflusseigenschaft automatisch entscheiden, ob das System die Eigenschaft für alle möglichen Eingaben erfüllt, was wir auch das Modellprüfungsproblem nennen. Die meisten verfügbaren Methoden zum Sicherstellen der Einhaltung von Informationsflusseigenschaften teilen jedoch eine Schwäche: sie funktionieren nur für eine einzelne Programmiersprache oder eine einzelne Informationsflusseigenschaft. In dieser Arbeit verfolgen wir einen Ansatz basierend auf Temporallogiken, um eine einfache theoretische Basis für die Spezifikation von Informationsflusseigenschaften und deren Umsetzung zu erhalten. Wir analysieren den Zusammenhang von der Ausdrucksmächtigkeit von Spezifikationssprachen und dem algorithmischen Problem Spezifikationen für ein System zu überprüfen. Anhand einer Fallstudie im Bereich der Hardwaresicherheit zeigen wir, dass der Ansatz dazu geeignet ist eine breite Palette von bekannten und neuen Informationsflusseigenschaften mittels eines einzelnen Modellprüfungsalgorithmus zu beweisen. Das Kernproblem hierbei ist, dass wir in den üblichen Temporallogiken Informationsflusseigenschaften nicht ausdrücken können, es fehlt die Fähigkeit mehrere Ausführungen eines Systems miteinander zu vergleichen, was der gemeinsame Nenner von Informationsflusseigenschaften ist. Wir erweitern Temporallogiken daher um die Fähigkeit über mehrere Ausführungen zu quantifizieren und diese miteinander zu vergleichen. Der Hauptbeitrag auf der technischen Ebene ist ein Modellprüfungsalgorithmus und eine detaillierte Analyse der Komplexität des Modellprüfungsproblems. Wir geben einen Modellprüfungsalgorithmus an und beweisen, dass der Algorithmus asymptotisch optimal ist. Die Komplexitätsanalyse zeigt auch eine Klasse von Eigenschaften auf, welche viele der üblichen Informationsflusseigenschaften beinhaltet, und für welche der gegebene Algorithmus effizient ist (in NLOGSPACE in der Größe des Systems). Für diese Klasse von effizient überprüfbaren Eigenschaften diskutieren wir einen Ansatz bestehende Technologie zur Modellprüfung von Hardware für Informationsflusskontrolle wiederzuverwenden. Anhand einer Fallstudie zeigen wir, dass der Ansatz flexibel und effektiv eingesetzt werden kann. Desweiteren diskutieren wir zwei weitere Fallstudien, welche demonstrieren, dass die vorgeschlagene Erweiterung von Temporallogiken auch eingesetzt werden kann, um Eigenschaften für fehlerresistente Kodierungen und verteilte Protokolle zu beweisen, welche bisher nur Abstrakt betrachtet werden konnten.
Link zu diesem Datensatz: urn:nbn:de:bsz:291-scidok-63871
hdl:20.500.11880/26706
http://dx.doi.org/10.22028/D291-26650
Erstgutachter: Finkbeiner, Bernd
Tag der mündlichen Prüfung: 28-Jan-2016
SciDok-Publikation: 15-Apr-2016
Fakultät: Fakultät 6 - Naturwissenschaftlich-Technische Fakultät I
Fachrichtung: MI - Informatik
Fakultät / Institution:MI - Fakultät für Mathematik und Informatik

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