Bitte benutzen Sie diese Referenz, um auf diese Ressource zu verweisen: doi:10.22028/D291-25628
Titel: Langfristige gesellschaftsstrukturelle Konsequenzen formaler Eigenschaften des Fernsehens
Sonstige Titel: Long-term consequences of television's formal properties on social structures
Verfasser: Giessen, Hans W.
Sprache: Deutsch
Erscheinungsjahr: 2001
SWD-Schlagwörter: Fernsehen
Massenmedien
Sozialstruktur
Auswirkung
Freie Schlagwörter: television
social structures
long-term consequences
DDC-Sachgruppe: 300 Sozialwissenschaften, Soziologie, Anthropologie
Dokumentart : Habilitation
Kurzfassung: Die Arbeit berichtet über Feldstudien in Tunesien und Deutschland. Ziel war es, langfristige Konsequenzen des Fernsehens auf Gesellschaftsstrukturen zu beschreiben. Zur Untersuchung wurden verschiedene Methoden eingesetzt, von der hermeneutischen Literaturanalyse bis zur empirischen Feldarbeit. Es hat sich gezeigt, dass das Fernsehen dazu führen kann, die Aufmerksamkeit auf die Familie oder sogar die Kernfamilie zu lenken, weil es nur in kleineren Räumen angemessen wirkt und damit viel Zeit an das eigene Haus bindet. Damit werden gleichzeitig auch die Institutionen geschwächt, die für traditionelle Gemeinschaften typisch sind, insbesondere die dorfübergreifenden, in der Regel geschlechtsabhängigen Großgruppen. Zudem scheint die Reziprozität, ein Charakteristikum traditioneller Gemeinschaften, im Kontext des Fernsehens geschwächt zu werden. Beispielsweise können Einladungen zum Fernsehen nicht erwidert werden, wenn die eingeladene Familie kein Fernsehgerät besitzt; zudem wird es als nicht angenehm empfunden, mit allzu vielen Mitsehern beisammen zu sein. Damit werden, zumindest im Kontext des Fernsehens, Eigentumsstrukturen (erstmals) wichtiger als die Verpflichtung zum Austausch.
This work reports on field studies in Tunisia and Germany. The aim was to describe long-term consequences on social structures through television. The outcome seems to be that television, as it bonds time and has its effects in small rooms only, might be able to focus attention on the family or even the core family, thus destroying larger institutions that are typical for traditional life. Moreover, reciprocity, a condition sine qua non of traditional life, does not seem to work any more with television. For example, invitations cannot be responded to if the invited family does not possess a television set. Furthermore, a re-invitation to watch television does not seem to be adequate to the medium, considering its limitations to please in small rooms only. Thus, the obligation to share seems to be replaced by structures of possession and property, at least in context with the medium.
Link zu diesem Datensatz: urn:nbn:de:bsz:291-scidok-31566
hdl:20.500.11880/25684
http://dx.doi.org/10.22028/D291-25628
Erstgutachter: Zimmermann, Harald H.
Tag der mündlichen Prüfung: 2-Mai-2001
SciDok-Publikation: 22-Jun-2010
Bemerkung/Hinweis: Überarb. Fassung im Buchhandel u.d.T.: Giessen, Hans W.: Untersuchungen zu langfristigen Konsequenzen formaler Eigenschaften des Fernsehens auf Gesellschaftsstrukturen. - Berlin : Uni-Edition, 2003 <br> ISBN 978-3-937151-04-5
Fakultät: Fakultät 5 - Philosophische Fakultät III
Fakultät / Institution:ZZ - Ehemalige Einrichtungen

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