Bitte benutzen Sie diese Referenz, um auf diese Ressource zu verweisen: doi:10.22028/D291-23654
Titel: Form and meaning in dialog-based computer-assisted language learning
Sonstige Titel: Form und Bedeutung im dialog-basierten computer-unterstützten Sprachenlernen
Verfasser: Wilske, Sabrina
Sprache: Englisch
Erscheinungsjahr: 2015
SWD-Schlagwörter: Fremdsprachenunterricht
Computerlinguistik
Sprachdialogsystem
Freie Schlagwörter: Computergestützes Sprachenlernen
computer-assisted language learning
dialog system
foreign language learning
task-based language learning
feedback
DDC-Sachgruppe: 400 Sprache, Linguistik
Dokumentart : Dissertation
Kurzfassung: The goal of this thesis is to explore how foreign language learning can be facilitated through the use of intelligent computer-assisted language learning (ICALL) based on natural language processing (NLP) methods. ICALL was provided in the form of a task-based dialog system that gives corrective feedback.We investigated how different parameters of the interaction affect the learning progress. Based on a comprehensive review of existing comparable ICALL applications and the underlying methods and technology, we selected parameters linked to the sophistication and effort required to implement a particular form of interaction and related them to parameters that are based on two much debated issues from the field of second language acquisition (SLA). One is the debate that pits form against meaning and leads to a discussion of the extent to which language instruction should focus on linguistic forms and formal correctness as opposed to emphasizing communicative skills and the ability to use the language to make meaning in the real world. Related to that is the second controversial issue which concerns the dichotomy between implicit and explicit knowledge, learning and instruction: How explicit or implicit should instruction be, how does the degree of explicitness affect the development of explicit and implicit knowledge, and how do these two types of knowledge contribute to language skills? These two general issues are condensed into three different experimental conditions, that differ with regard to how much they constrain the learner input and how explicit the feedback is. More precisely, we compare strictly form-focused activities where the learner input is constrained to supply a grammatical target form with generally unconstrained participation in a meaning-oriented task-based dialog. For the latter, we further compare recast and metalinguistic feedback as implicit and explicit types of feedback respectively. The findings of this study indicate that there are small differences in the language skill development afforded by different types of computer-provided instruction. We find that constrained, explicit form-oriented instruction yields in general greater immediate learning gains, while the free, more implicit and meaning-oriented instruction yields more delayed effects. Similarly, comparing implicit recast feedback with explicit metalinguistic feedback we find that the immediate effects are on par but recast feedback leads to greater delayed effects. These differences interact considerably with other parameters of the experimental setting, in particular with the selected target structures. This suggests that the effectiveness of certain types of instruction is highly dependent on the particular content and goal of the instruction. By using current SLA issues as motivation and guide to develop an ICALL system and an experimental framework this work contributes to the yet small field of existing research and development which integrates ICALL and SLA perspectives.
Das Ziel dieser Arbeit ist es zu untersuchen, wie Anwendungen für intelligentes computerunterstütztes Sprachenlernen (intelligent computer-assisted language learning – ICALL), welche auch Techniken der natürliche Sprachverarbeitung benutzen, das Erlernen von Fremdsprachen unterstützen können. ICALL wird in dieser Arbeit als aufgaben-basiertes Dialogsystem realisiert, welches korrigierendes Feedback gibt. Ausgehend von einer eingehenden Analyse bestehender vergleichbarer ICALL-Systeme und den Methoden und Technologien, die ihnen zugrunde liegen, sowie aktuellen Fragestellungen in der Zweitspracherwerbsforschung (second language acquisition – SLA), untersuchen wir, wie sich verschiedene Interaktionsparameter auf die Lernergebnisse auswirken. Dazu wählen wir einerseits Parameter, die verbunden sind mit dem Aufwand, der für die Realisierung einer bestimmten Interaktionsform nötig ist. Diese setzen wir in Beziehung mit Parametern, die sich aus zwei umstrittenen Fragen in der Spracherwerbsforschung ergeben. In der ersten dieser Fragen geht es um die jeweilige Rolle von Form und Bedeutung von Sprache und ob Sprachunterricht eher auf die korrekte Beherrschung von sprachlichen Strukturen oder eher auf kommunikative Fähigkeiten Wert legen sollte. Im Zusammenhang dazu steht die zweite Streitfrage, in der es um den Gegensatz zwischen impliziten und explizitem Wissen bzw. Lernen geht. Hier wird diskutiert, wie explizit oder implizit Unterricht sein soll, wie der Grad an Explizitheit sich auf explizites und implizites Wissen auswirkt und wie welches Wissen zu sprachlichen Fähigkeiten beiträgt. Diese beiden generellen Fragestellungen sind in drei verschiedenen Experimentbedingungen zusammengefasst, die sich unterscheiden darin wie sehr sie die Eingaben der Lernenden einschränken und wie explizit das Feedback ist. Genauer gesagt vergleichen wir strikt form-fokussierte Übungen, in denen die Lernenden lediglich eine grammatische Zielform eingeben sollen mit offenen Konversationsübungen, in denen die Lernenden alle sprachlichen Mittel frei stehen, um eine praktische Aufgabe zu lösen. Die Verwendung der Zielform wird soll hierbei von der Aufgabe provoziert werden. Für die offene Bedingung vergleichen wir ferner Recast und metalinguistisches Feedback als implizite beziehungsweise explizite Formen von Feedback. Die Ergebnisse der Untersuchung zeigen, dass die unterschiedlichen Übungsbedingungen zu kleinen Unterschieden in der Entwicklung von Sprachkenntnissen führen. Wir stellen fest, dass eingeschränkte, explizite form-orientierte Übungen zu größeren kurzfristigen Lernfortschritten führen,während freie, implizitere und bedeutungsorientierte Übungen zu größeren langfristigen Fortschritten führen. Im Vergleich von implizitem Recast-Feedback und explizitem metalinguistischem Feedback finden wir, dass die kurzfristigen Lernerfolge ähnlich sind, aber Recasts zu länger anhaltenden Fortschritten führen. Diese Unterschiede interagieren allerdings mit anderen Parametern des Experiments, insbesondere mit den zu erlernenden grammatischen Zielstrukturen. Daraus folgern wir, dass die Wirksamkeit bestimmter Instruktionen stark vom spezifischem Inhalt und Ziel der Vermittlung abhängt. Diese Arbeit trägt dazu bei, die bisher nur schwach vertretenden Bezüge zwischen SLA und ICALL zu stärken, indem sie aktuelle SLA-Forschungsfragen als Motivation und Richtlinie für die Entwicklung eines ICALL-Systems und eines dazugehörigen Rahmens für die experimentelle Untersuchung verwendet.
Link zu diesem Datensatz: urn:nbn:de:bsz:291-scidok-62519
hdl:20.500.11880/23710
http://dx.doi.org/10.22028/D291-23654
Erstgutachter: Pinkal, Manfred
Tag der mündlichen Prüfung: 12-Jun-2015
SciDok-Publikation: 22-Sep-2015
Bemerkung/Hinweis: Diese Arbeit wurde von Prof. Dr. Manfred Pinkal und Prof. Dr. Detmar Meurers gemeinsam betreut. This thesis was co-supervised by Prof. Dr. Manfred Pinkal and Prof. Dr. Detmar Meurers.
Fakultät: Fakultät 4 - Philosophische Fakultät II
Fachrichtung: P - Sprachwissenschaft und Sprachtechnologie
Ehemalige Fachrichtung: bis SS 2016: Fachrichtung 4.7 - Allgemeine Linguistik
Fakultät / Institution:P - Philosophische Fakultät

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