Bitte benutzen Sie diese Referenz, um auf diese Ressource zu verweisen: doi:10.22028/D291-23626
Titel: Sprachlicher Ausbau in gesprochenen und geschriebenen Texten : zum Gebrauch komplexer Nominalphrasen als Merkmale literater Strukturen bei Jugendlichen mit Deutsch als Erst- und Zweitsprache in verschiedenen Schulformen
Sonstige Titel: Linguistic expansion in spoken and written texts : on the use of complex noun phrases as characteristic of literate structures in adolescents with German as a first and second language in different types of schools
Verfasser: Siekmeyer, Anne
Sprache: Deutsch
Erscheinungsjahr: 2013
SWD-Schlagwörter: Soziolinguistik
Fremdsprache
Schriftlichkeit
Nominalphrase
Korpus <Linguistik>
Freie Schlagwörter: Deutsch als Zweitsprache
gesprochene und geschriebene Sprache
literate Strukturen
Register
literacy
sociolingustics
German as a second language
noun phrase
corpus linguistics
DDC-Sachgruppe: 400 Sprache, Linguistik
Dokumentart : Dissertation
Kurzfassung: Viele Schüler haben Schwierigkeiten, sich im formellen Register, das durch das Schriftliche repräsentiert wird, angemessen auszudrücken. Dies gilt nicht nur für Schüler mit Deutsch als Zweitsprache, denn oft erwerben Seiteneinsteiger, die in einer anderen Sprache literarisiert wurden, die literaten Strukturen des Deutschen recht schnell. Die Grundannahmen, auf denen die vorliegende Arbeit aufbaut, lauten: Die Fähigkeit zur Registerdifferenzierung, die von Erfahrungs- und Bildungsmöglichkeiten des Elternhauses beeinflusst wird, ist die Voraussetzung für den Ausbau literater Strukturen. Schüler, die in ihrer Erstsprache bereits literate Strukturen erworben haben, können diese in ihrer Zweitsprache einfacher erwerben. Außerdem wird angenommen, dass diese Fähigkeit den Besuch höher qualifizierender Schulformen ermöglicht. Zur Überprüfung dieser Annahmen wurde ein Korpus mit mündlichen und schriftlichen Nacherzählungen von dreißig 15/16jährigen Schülern mit Deutsch als Erstsprache und Bildungsinländern und Seiteneinsteigern mit Russisch als Erstsprache erstellt. Sie besuchten sowohl das Gymnasium als auch die Real- und Hauptschule. Mit den Jugendlichen wurden ausführliche Interviews zur Sprach- und Schulbiografie sowie zum sozioökonomischen Hintergrund geführt. Gemäß der Skala literater Komplexitätsstufen wird der Ausbau von Nominalphrasen als weit fortgeschritten eingeordnet. Eine Korpusüberprüfung bestätigte die Annahme, dass komplexe Nominalphrasen die größte Hürde im Ausbau literater Strukturen darstellen. Auf Basis ihres Gebrauchs in den mündlichen und schriftlichen Texten sowie den Informationen aus den Interviews zu Lese- und Schreibverhalten und dem Familienleben wurde ein Modell struktureller Kategorien des sprachlichen Ausbaus gebildet, das Grundlage für die Überprüfung der Hypothesen war. Es zeigte sich, dass die Fähigkeit zur Registerdifferenzierung tatsächlich Voraussetzung für den Erwerb literater Strukturen ist und durch Erfahrungs- und Bildungsmöglichkeiten beeinflusst wird. Dieser Faktor spielt beim Erwerb der literaten Strukturen der Zweitsprache eine größere Rolle als die Erstsprache. Er scheint jedoch keine positive Auswirkung auf den Schulerfolg zu haben.
Many adolescent students have difficulty in adequately express in the formal register, which is represented by the written. This applies not only for students with German as a second language, because often aquire beginners who were literalized in another language, the literate structures of the German fairly quickly. The basic assumptions of the present work is, according to Maas (2007/2010): The ability to register differentiation, which is influenced by possibilities for experiences and education of the parental home, is the prerequisite for the expansion of literate structures. Adolescents who have already acquired literate structures in their first language, can easily acquire these in their second language. It is also assumed that the ability to register differentiation allows the visit of higher qualifying school forms. To verify these assumptions a corpus with oral and written retellings of thirty 15/16 year old students with German as their first language and students with Russian as their first language, of whom one part has been literalized in German (Bildungsinländer) and another in Russian (Seiteneinsteiger), was created. The adolescents visited the highschool (Gymnasium) as well as the secondary schools (Real- und Hauptschule). With the students in-depth interviews were conducted for speech biography, school biography, and socioeconomic background. According to the scale of literate complexity levels (Maas 2010), the expansion of noun phrases is classified as advanced. A corpus review confirmed the assumption that complex noun phrases represent the biggest hurdle in the development of literater structures. On the basis of their use in the oral and written texts as well as the information from the interviews about read and write behavior and family life, a model of structural categories of linguistic development was formed, which was the basis for the verification of hypotheses. It was found that the ability to register differentiation is a prerequisite for the acquisition of literate structures and is influenced by the possibilities for experiences and education. This factor in the acquisition of literate structures of the second language is more important than the first language. However, he seems to have no positive impact on school success.
Link zu diesem Datensatz: urn:nbn:de:bsz:291-scidok-55863
hdl:20.500.11880/23682
http://dx.doi.org/10.22028/D291-23626
Erstgutachter: Haberzettl, Stefanie
Tag der mündlichen Prüfung: 7-Nov-2011
SciDok-Publikation: 9-Dez-2013
Fakultät: Fakultät 4 - Philosophische Fakultät II
Fachrichtung: P - Germanistik
Fakultät / Institution:P - Philosophische Fakultät

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