Bitte benutzen Sie diese Referenz, um auf diese Ressource zu verweisen: doi:10.22028/D291-23561
Titel: Die anthropomorphe Tonplastik der Mittel- und Spätbronzezeit im mittel- bis unterdanubischen Gebiet : eine Untersuchung zu ägäischen Traditionen und ihrer Verbreitung an der unteren Donau
Sonstige Titel: The anthropomorphic clay plastic of the Middle and Late Bronze Age in the middle and lower Danube area : a study of the Aegean traditions and their distribution on the lower Danube
Verfasser: Holenweger, Erika
Sprache: Deutsch
Erscheinungsjahr: 2011
SWD-Schlagwörter: Bronzezeit
Tonplastik
Mykene
Ägäische Kultur
Untere Donau <Region>
Rumänien
Serbien
Bulgarien
Gârla Mare
Dubovac
Freie Schlagwörter: Dubovac-Zuto Brdo
Tonfigurinen
anthropomorph
Dubovac-Zuto Brdo
Garla Mare
Mycenae
clay figurines
lower Danube
DDC-Sachgruppe: 930 Alte Geschichte, Archäologie
Dokumentart : Dissertation
Kurzfassung: Das Erscheinen der aussergewöhnlichen anthropomorphen Tonplastik während der Mittel- und Spätbronzezeit weist der Dubovac— uto Brdo—Gârla Mare—Kultur im Kontext der bronzeitlichen Donauländer Südosteuropas eine Sonderstellung zu. Diese Statuetten galt es, einer genaueren Betrachtung zu unterziehen und im Hinblick auf möglicherweise vorhandene ägäische Elemente zu überprüfen. Aus einer detaillierten Analyse der formalen und stilistischen Kriterien resultierte eine Einteilung in vier Statuettengruppen und drei Sonderformen, deren jeweilige Verzierungsstile teilweise eine markantere Unterscheidung innerhalb der Statuettengruppierungen erlaubten. Hinsichtlich der in der Literatur intensiv diskutierten These, in einzelnen Verzierungselementen der Statuetten Tracht- und Schmuckbestandteile nachweisen zu können, waren einige aufschlussreiche Ergänzungen anzubringen. In Relation zum spätmykenischen Keramikverzierungssystem gestellt erbrachte die Verzierungsanalyse ferner neue Erkenntnisse innerhalb der Ornamentierung der anthropomorphen Figurinen der Dubovac— uto Brdo—Gârla Mare—Kultur. Motive innerhalb der Statuettengestaltung, die auf Anregungen aus dem spätmykenischen Raum zurückgehen, sind frappante Zeugen für Beziehungen zwischen zwei kulturell unterschiedlichen Regionen. Die Möglichkeit einer gemeinsam zugrundeliegenden Gedankenwelt und der Migration von Ideen wurde in dieser Beziehung besonders hervorgehoben. Die mykenisierend anmutenden Motive aus dem Donauraum ließen sich besonders zu Motivformen der mykenischen Vasenmalerei aus den Epochen SH IIIB und C in Relation stellen. So ist mit deren Auftreten nicht vor dem 13. Jh. v. Chr. zu rechnen, wobei eine Dauer bis ins 11. Jahrhundert hinein durchaus vorstellbar ist. Gerade im Gebiet östlich des Eisernen Tores hat sich gezeigt: Strömungen sind in unverkennbarem Maße aus dem südlichen ägäischen und ostmediterranen Raum eingeflossen und haben ihre Spuren innerhalb der Keramik- und Statuettenornamentik hinterlassen.
The appearance of exceptional anthropomorphic clay sculpture during the Middle and Late Bronze Age provides the Dubovac— uto Brdo—Gârla Mare—culture a special status in the context of the Bronze Age Danube countries of Southeast Europe. These figurines required a closer consideration and a review in light of potential Aegean elements. As a result of a detailed analysis of symbolic and stylistic criteria, classification into four figurine groups and three special forms could be made, whereby each respective ornamentation style partially allowed a more distinctive discrimination among the figurine groups. With respect to the hypotheses that have been intensively discussed in the literature on detecting costume and jewelry components with particular elements of ornamentation of the figurines, several enlightening additions have been brought about. In relation to the suggested late Mycenaean systems of pottery ornamentation, the ornamentation analysis also generated new insights into the ornamentation of the anthropomorphic figurines from the Dubovac— uto Brdo—Gârla Mare—culture. With motifs in the figurine styling which date back to suggestions from the late Mycenaean region, there is striking evidence for connections between two culturally distinct regions. The possibility of a common underlying intellectualism and the migration of ideas have been highlighted in this regard. The apparently Mycenaean motifs from the region of the Danube place them specifically among the motif designs of the Mycenaean vase paintings from the Late Helladic III B and C eras. Hence, their appearance could not have occurred prior to the 13th century BC, whereby persistence into the 11th century is quite conceivable. Just into the region east of the Iron Gate it has been shown: trends have moved in unmistakable proportions from the South Aegean and Eastern Mediterranean regions and have left their marks in the ornamentation of pottery and figurines.
Link zu diesem Datensatz: urn:nbn:de:bsz:291-scidok-42497
hdl:20.500.11880/23617
http://dx.doi.org/10.22028/D291-23561
Erstgutachter: Echt, Rudolf
Tag der mündlichen Prüfung: 25-Jul-2008
SciDok-Publikation: 5-Aug-2011
Fakultät: Fakultät 3 - Philosophische Fakultät I
Fachrichtung: P - Altertumswissenschaften
Ehemalige Fachrichtung: bis SS 2016: Fachrichtung 3.7 - Vor- und Frühgeschichte und Vorderasiatische Archäologie
Fakultät / Institution:P - Philosophische Fakultät

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