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Titel: The relevance of eye-fixations for recognition memory and how recognition memory influences eye-fixations
Sonstige Titel: Die Relevanz von Blickfixationen für das Rekognitionsgedächtnis und wie das Rekognitionsgedächtnis Blickfixationen beeinflusst
Verfasser: Schwedes, Charlotte
Sprache: Englisch
Erscheinungsjahr: 2016
SWD-Schlagwörter: Wiedererkennen
Gedächtnisleistung
Blick
Freie Schlagwörter: Familiarität
Rekollektion
Fixationsdauer
Tatwissenstest
recognition memory
familiarity
recollection
fixation duration
concealed information test
DDC-Sachgruppe: 150 Psychologie
Dokumentart : Dissertation
Kurzfassung: Previous studies revealed memory effects in the first two fixation durations, that is, longer fixations to known compared to unkown items (Ryan, Hannula, & Cohen, 2007), even if knowledge was concealed in the explicit response (Schwedes & Wentura, 2012). Furthermore, Hsiao and Cottrell (2008) showed that only two fixations to a stimulus are needed to reach maximal recognition memory performance and that the input provided by a second fixation has a significant contributioin. Thus, the first two eye-fixations play an important role for recognition memory and recognition memory processes in turn seem to affect the duration of the first two fixations. However, today little is known about this relation and the involved processes. Therefore, Experiments 1 and 2 investigated questions about the significant role of the first two eye-fixations for recognition memory processes, familiarity and recollection, to occur. In addition, we looked in detail at the unique contri-bution of a longer input duration and additional information provided by a sec-ond fixation for familiarity- and recollection-based recognition. In further three experiments, we investigated the influence of recognition memory on the dura-tion of the first two eye-fixations and the usefulness of this memory effects to detect concealed knowledge. The effect was tested under different procedures, non-facial stimulus materials, an intentional as well as an incidental encoding situation, and after a one-week delay between encoding and test. Experiment 1 and 2 showed that recollection- but not familiarity-based recognition increased with two compared to only one fixation to the stimulus. Moreover, a longer availability of the input as well as a second input provided by a second fixation cause a significant increase in recollection-based respond-ing. These findings are in line with the results of Experiment 3 to 5 that re-vealed prolonged second fixations for known (crime-related) items compared to unknown items in a concealed information test, a task that required recollec-tion to respond correctly. The early memory effect in the duration of the second fixation appeared across different paradigms, for intentionally as well as inci-dentally encoded items, by using object materials and even after a one-week delay between item encoding and the CIT.
Erste Studien zeigten einen Gedächtniseffekt in der Dauer der ersten beiden Fixationen auf einen Stimulus (Ryan, Hannula, & Cohen, 2007; Schwedes & Wentura, 2012), der sich in längeren Fixationen auf bekannte im Vergleich zu unbekannten Gesichtern wiederspiegelte und selbst dann auftrat, wenn das Wissen in der expliziten Antwort verheimlicht wurde (Schwedes & Wentura, 2012). Des Weiteren zeigten Hsiao und Cottrell (2008), dass nur zwei Fixationen auf einen Stimulus benötigt werden, um die maximale Rekognitionsleistung zu erbringen, sowie dass die zusätzliche Information einer zweiten Fixationsstelle einen signifikanten Beitrag dazu leistet. Daraus ergibt sich, dass die ersten beiden Blickfixationen eine wichtige Rolle für das Rekognitionsgedächtnis spielen und die zugrundeliegenden Rekognitionsprozesse wiederum die Dauer der ersten beiden Fixationen beeinflussen. Bisher ist jedoch wenig über die Natur dieses Zusammenhangs und die involvierten Prozesse bekannt. Aus diesem Grund gingen Experiment 1 und 2 der Frage nach, inwiefern die ersten beiden Blickfixationen für das Auftreten der beiden Rekognitionsprozesse, Familiarität und Rekollektion, bedeutsam sind. Dabei wurde im Detail der einzelne Beitrag der längeren Zugänglichkeit einer Information als auch der Einfluss der zur Verfügbarkeit stehenden Informationsmenge - Aspekte die mit einer zweiten Fixation einhergehen - auf vertrautheits- und rekollektionsbasiertes Erinnern untersucht. In weiteren drei Experimenten untersuchten wir den Einfluss des Wiedererkennens auf die Dauer der ersten beiden Blickfixationen und die Nützlichkeit des Gedächtniseffekts in der Fixationsdauer, um verheimlichtes Wissen aufzudecken. Der Effekt wurde unter Verwendung von unterschiedlichen Prozeduren und Objektmaterial, nach inzidentellem sowie intentionalem Enkodieren und nach einem einwöchigen Retentionsintervall zwischen Enkodierung und Test untersucht. Experiment 1 und 2 zeigten, dass rekollektionsbasiertes aber nicht vertrautheitsbasiertes Erinnern mit einer zweiten erlaubten Fixation (im Vergleich zu nur einer) bedeutsam ansteigt. Genauer gesagt führten sowohl eine längere Verfügbarkeit der Information als auch eine zweite Information einer zweiten Fixationsstelle zu einem bedeutsamen Anstieg an Rekollektion. Diese Befunde sind im Einklang mit den Ergebnissen von Experiment 3 bis 5, in denen sich eine längere Dauer der zweiten Fixation auf bekannte (tatrelevante) Objekte im Vergleich zu unbekannten Objekten im Tatwissenstest zeigte, dessen Bearbeitung Rekollektion erfordert. Der frühe Gedächtniseffekt in der Dauer der zweiten Fixation trat über verschiedene Paradigmen hinweg, nach inzidentellem sowie intentionalem Enkodieren, unter Verwendung von Objektmaterial und selbst nach einer Woche Retentionsintervall zwischen Enkodierung und Tatwissenstest auf.
Link zu diesem Datensatz: urn:nbn:de:bsz:291-scidok-66426
hdl:20.500.11880/23487
http://dx.doi.org/10.22028/D291-23431
Erstgutachter: Wentura, Dirk
Tag der mündlichen Prüfung: 14-Sep-2016
SciDok-Publikation: 19-Sep-2016
Fakultät: Fakultät 5 - Philosophische Fakultät III
Fachrichtung: HW - Psychologie
Fakultät / Institution:HW - Fakultät für Empirische Humanwissenschaften und Wirtschaftswissenschaft

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