Bitte benutzen Sie diese Referenz, um auf diese Ressource zu verweisen: doi:10.22028/D291-23409
Titel: Visuomotorische Therapie bei unilateralem Neglect nach rechtshemisphäriellen Läsionen : eine vergleichende Therapiestudie
Sonstige Titel: Visuomotor feedback training in the rehabilitation of left unilateral neglect : comparing different interventions
Verfasser: Opolka, Michael
Sprache: Deutsch
Erscheinungsjahr: 2016
SWD-Schlagwörter: Neglect
Rehabilitation
Therapie
Freie Schlagwörter: visuomotorische Therapie
optokinetische Stimulation
RCT
hemispatial neglect
rehabilitation
visuomotor feedback
optokinetic stimulation
RCT
DDC-Sachgruppe: 150 Psychologie
Dokumentart : Dissertation
Kurzfassung: Die Auswirkungen eines Hemineglects auf den Alltag der Betroffenen sind vielfältig und schwerwiegend. Die Rehabilitation ist im Vergleich zu Schlaganfallpatienten ohne Neglect meist langwieriger und geht dennoch mit einem niedrigeren Outcome einher, so dass die persistierenden Defizite häufig zu erheblichen Beeinträchtigungen von Alltagskompetenz, Lebensqualität, Aktivität und Teilhabe führen. Ziel der einfach verblindeten, kontrollierten, randomisierten Therapiestudie war die Evaluation eines relativ jungen therapeutischen Verfahrens, dem Visuomotorischen Feedbacktraining (VFT) im Vergleich zu zwei bereits etablierten Verfahren, der Optokinetischen Stimulation (OKS) und dem Visuellen Explorationstraining (VET). Im Fokus des Wirksamkeitsvergleichs dieser drei Verfahren standen die visuelle Neglectsymptomatik, die Alltagskompetenz, die Awareness sowie der Affekt. Die insgesamt 60 Teilnehmer wurden aus der Patientenpopulation der Phase C eines neurologischen Rehabilitationszentrums rekrutiert. Jede Intervention wurde über 10 Therapieeinheiten an 10 aufeinanderfolgenden Tagen durchgeführt. Die Effekte wurden sowohl unmittelbar nach Therapieende als auch zum 3-Monats-Follow-up gemessen. Die Probanden aller drei Interventionsbedingungen profitierten von der Therapie in allen untersuchten Merkmalsbereichen. Die deutlichsten Effekte fanden sich hinsichtlich der Reduktion der Neglectsymptome, wobei zusätzlich Transfereffekte auf die Alltagskompetenz, die Awareness und den Affekt messbar waren. Die Verbesserungen hielten bis zur Follow-up-Untersuchung an. Die statistische Überprüfung ergab mit Ausnahme eines geringeren zeitlichen Therapieaufwands in der VFT-Bedingung weder signifikante Gruppenunterschiede noch Interaktionseffekte von Messzeitpunkt und Gruppenzugehörigkeit, wenngleich unterhalb der Signifikanzschwelle differentielle Effekte zwischen den Interventionsbedingungen sowie im zeitlichen Verlauf der Verbesserungen beschrieben werden konnten.
Spatial neglect is the impaired or even lost ability to respond to stimuli located at the site opposite of the brain lesion. Neglect is associated with a poor rehabilitation outcome, persistent difficulties in everyday life and a strong impact on social participation compared to non-neglect-patients. In this RCT three therapeutic interventions - Visual Scanning Training (VST), Optokinetic Stimulation (OKS), Visuomotor Feedback Training (VFT) were evaluated according to their effectiveness on the decrease of visual neglect symptoms and the improvement of activities of daily living, awareness and depression/anxiety. A total of 60 patients with neglect following either stroke or intracerebral bleeding were recruited from a German Rehabilitation Centre and randomly assigned to one of the three groups. Each intervention consisted of 10 training sessions conducted on 10 consecutive days. Rehabilitation effects were measured immediately after the training and at 3-month-follow-up. All participants benefitted from the intervention even though there were no significant differences neither between the three groups nor in terms of an interaction (Time x Group). The biggest mprovements were found with respect to neglect symptoms (visual exploration, reading, line bisection) but there were also transfer effects showing an increase of activities of daily living and awareness as well as a reduction of anxiety/depression. Despite of missing statistical signficance distinct effects between the interventions with regard to clinical relevance are described.
Link zu diesem Datensatz: urn:nbn:de:bsz:291-scidok-63345
hdl:20.500.11880/23465
http://dx.doi.org/10.22028/D291-23409
Erstgutachter: Kerkhoff, Georg
Tag der mündlichen Prüfung: 14-Okt-2015
SciDok-Publikation: 8-Jan-2016
Fakultät: Fakultät 5 - Philosophische Fakultät III
Fachrichtung: HW - Psychologie
Fakultät / Institution:HW - Fakultät für Empirische Humanwissenschaften und Wirtschaftswissenschaft

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