Bitte benutzen Sie diese Referenz, um auf diese Ressource zu verweisen: doi:10.22028/D291-23378
Titel: Förderung von Strategien selbstregulierten Lernens und deren Einfluss auf die schulische Leistung sowie die Selbstwirksamkeitsüberzeugungen von Schülern im Primarbereich : Implementation einer Lernumgebung in den regulären Unterricht der vierten Klassenstufe
Verfasser: Leidinger, Manuela
Sprache: Deutsch
Erscheinungsjahr: 2014
SWD-Schlagwörter: Selbstwirksamkeit
Selbstgesteuertes Lernen
Grundschule
Freie Schlagwörter: selbstreguliertes Lernen
akademische Leistung
self-regulation
self-efficacy
academic achievement
DDC-Sachgruppe: 370 Erziehung, Schul- und Bildungswesen
Dokumentart : Dissertation
Kurzfassung: Die Zielsetzung der Dissertation bestand darin, eine Lernumgebung für den regulären Unterricht zu entwickeln, mittels derer Grundschülern der vierten Klassenstufe Strategien selbstregulierten Lernens vermittelt werden sollten. Instruiert wurden die Schüler dabei von ihren Lehrkräften. Den theoretischen Bezugsrahmen für die Konzeption der Lernumgebung lieferte das sozial-kognitive Modell der Selbstregulation von Zimmerman (2000a), aus dem sich für den pädagogischen Kontext Strategien selbstregulierten Lernens ableiten lassen. Aufbauend auf den Ergebnissen einer Pilotstudie (Studie I) wurden zwei Interventionsansätze realisiert, um die Lernumgebung in den regulären Unterricht zu implementieren (Studie II). Mittels eines Prä-Post-Kontrollgruppen-Designs wurde dabei die Wirksamkeit dieser beiden Interventionsmaßnahmen im Hinblick auf das selbstregulierte Lernverhalten der Schüler untersucht. Dabei zeigten die Ergebnisse der längsschnittlichen Evaluation, dass sich signifikante Veränderungen nur dann nachweisen lassen, wenn auch die Lehrkräfte entsprechende Fördermaßnahmen erhalten. Für die Evaluation mittels Prozessdaten konnten für beide Ansätze bedeutsame Effekte der Intervention nachgewiesen werden. Da in verschiedenen Studien der Einfluss selbstregulierten Lernens auf die schulische Leistung nachgewiesen werden konnte (Nota, Soresi & Zimmerman, 2004; Pintrich, 2003), zielte die Dissertation weiterhin darauf ab, den postulierten Einfluss selbstregulierten Lernens auf die schulische Leistung in den Bereichen Mathematik und Leseverstehen zu überprüfen. Durch die Ergebnisse der beiden Interventionsstudien konnte dieser Einfluss nicht bestätigt werden, da zwischen den verschiedenen Gruppen keine Unterschiede bezüglich ihrer Leistungsveränderungen vorlagen. Im Rahmen der dritten Studie wurde daher der Zusammenhang zwischen selbstreguliertem Lernen und schulischer Leistung genauer betrachtet. Hierbei wurde den Selbstwirksamkeitsüberzeugungen der Schüler ein besonderer Stellenwert beigemessen, da diese ebenfalls einen relevanten Faktor schulischer Leistung darstellen (Pajares & Schunk, 2001) und zudem ein reziproker Zusammenhang zu selbstreguliertem Lernen angenommen wird (Schunk & Zimmerman, 2007; Zimmerman & Cleary, 2006). Somit bestand eine weitere Zielsetzung der vorliegenden Dissertation darin, die Vorhersagekraft der beiden Konstrukte auf die schulische Leistung von Schülern näher zu bestimmen und den von verschiedenen Autoren postulierten reziproken Zusammenhang zwischen den Konstrukten zu überprüfen. Hierzu wurden Analysen mit latenten Variablen durchgeführt. Die Ergebnisse dieser Analysen zeigen, dass selbstreguliertes Lernen und Selbstwirksamkeitsüberzeugungen bedeutsame Faktoren schulischer Leistung darstellen, die sich wechselseitig beeinflussen. Für das selbstregulierte Lernen konnte dabei ein positiver Einfluss auf die die Selbstwirksamkeitsüberzeugungen von Grundschülern der vierten Klassenstufe nachgewiesen werden.
The present thesis was designed to promote a powerful learning environment for supporting self-regulated learning strategies. With respect to Zimmerman’s self-regulation model (2000a), learning materials were developed to impart (meta-) cognitive and motivational strategies of self-regulated learning to students at grade four. Thereby, the learning materials were instructed by teachers in regular classroom settings. Based on the results of a pilot study (study I), two different approaches were used to implement these learning materials during regular lessons (study II). The evaluation was based on a quasi-experimental pre-/post-control-group design combined with a time series design. The results revealed that students could benefit from the implementation of self-regulated learning strategies if additionally their teachers were trained. The findings of the longitudinal evaluation were supported by results of process data. As numerous studies indicated self-regulated learning as relevant factor in students’ academic achievement (Nota, Soresi & Zimmerman, 2004; Pintrich, 2003), another aim of the present thesis was to investigate its influence within the domains mathematics and reading comprehension. Regarding the results of the intervention studies, the assumption of a supportive effect of self-regulated learning on students’ academic achievement could not be confirmed. Because of these unexpected findings, the aim of the third study was to investigate the predictive value of self-regulated learning on domain-specific outcomes (mathematics and reading comprehension). Thereby, students’ self-efficacy beliefs were included to the analyses because these beliefs are also considered as relevant factors of academic performance (Pajares & Schunk, 2001) and related to self-regulated learning in a reciprocal manner (Schunk & Zimmerman, 2007; Zimmerman and Cleary, 2006). Structural equation models were computed to analyse the regressive dependencies between self-regulated learning, self-efficacy beliefs, and students’ academic outcomes with respect to the abovementioned domains. In order to investigate the influence of students’ self-regulated learning on their self-efficacy beliefs and vice versa, a cross-lagged panel design was performed. The results identified self-regulated learning and self-efficacy beliefs as reliable predictors of academic performance in both domains. The findings concerning the reciprocal relationship between the constructs revealed a positive influence of self-regulated learning on students’ academic achievement.
Link zu diesem Datensatz: urn:nbn:de:bsz:291-scidok-57678
hdl:20.500.11880/23434
http://dx.doi.org/10.22028/D291-23378
Erstgutachter: Perels, Franziska
Tag der mündlichen Prüfung: 7-Mai-2014
SciDok-Publikation: 6-Jun-2014
Fakultät: Fakultät 5 - Philosophische Fakultät III
Fachrichtung: HW - Bildungswissenschaften
Ehemalige Fachrichtung: bis SS 2016: Fachrichtung 5.1 - Erziehungswissenschaft
Fakultät / Institution:HW - Fakultät für Empirische Humanwissenschaften und Wirtschaftswissenschaft

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