Bitte benutzen Sie diese Referenz, um auf diese Ressource zu verweisen: doi:10.22028/D291-23361
Titel: Threatening joy : examining the process underlying concordant and divergent reactions to in-group and out-group emotions
Sonstige Titel: Bedrohliche Freude : welcher Prozess liegt den kongruenten und divergenten Reaktionen auf Emotionen der Eigen- und Fremdgruppe zugrunde
Verfasser: Paulus, Andrea
Sprache: Englisch
Erscheinungsjahr: 2013
SWD-Schlagwörter: Gruppe
Ausdruck
Reaktion
Intention
Emotionales Verhalten
Freie Schlagwörter: group membership
emotional expression
intention
affective reaction
approach/avoidance
DDC-Sachgruppe: 150 Psychologie
Dokumentart : Dissertation
Kurzfassung: Zahlreiche Studien zeigen, dass Menschen kongruente affektive Reaktionen auf die emotionalen Gesichtsausdrücke von Anderen zeigen: Positive Ausdrücke lösen positive affektive Reaktionen aus, und negative Ausdrücke negative Reaktionen. Es wurde argumentiert, dass diese Reaktionen – zumindest zum Teil – durch die Intention ausgelöst werden, welche durch einen emotionalen Ausdruck signalisiert wird. Diese Argumentation legt nahe, dass eine spezifische Emotion eine spezifische Intention ausdrückt, was wiederum zu einer spezifischen Reaktion führt. Wir nehmen jedoch an, dass der Zusammenhang zwischen emotionalem Ausdruck, Intention, und affektiver Reaktion viel flexibler ist: In Abhängigkeit von sozialen und kontextuellen Faktoren kann der gleiche emotionale Ausdruck unterschiedliche Intentionen ausdrücken und dadurch unterschiedliche Reaktionen auslösen. Solch ein sozialer Faktor, der die Interpretation eines emotionalen Gesichtsausdrucks beeinflusst, könnte die Gruppenzugehörigkeit der Person sein, welche die Emotion zeigt. Da Gruppenzugehörigkeit die Beziehung zwischen Menschen beeinflusst, beeinflusst sie auch das Licht, in dem die Emotion gesehen wird. Wenn die Person, welche die Emotion zeigt, und die Person, welche sie wahrnimmt, der gleichen Gruppe angehören, ist die Beziehung zwischen ihnen freundliche und kooperativ; folglich wird auch die Intention in diesem Licht gesehen und eine kongruente Reaktion auslösen. Falls jedoch die Person, welche die Emotion zeigt, und die Person, welche sie wahrnimmt, unterschiedlichen Gruppen angehören, ist die Beziehung zwischen ihnen negative und kompetitiv. Die Intention wird entsprechend auch in diesem Licht gesehen und kann daher eine divergente Reaktion auslösen. Diese Annahme wurde in den Experimenten für diese Dissertation untersucht. Die Ergebnisse zeigen, dass Annäherungs- und Vermeidungsreaktionen auf Emotionen der Eigen- und Fremdgruppe tatsächlich von der Intention beeinflusst werden: Emotionen (Freude, Angst), die von Eigengruppenmitgliedern gezeigt wurden, lösten kongruente Annäherungs- und Vermeidungsreaktionen aus. Emotionale Ausdrücke (Freude, Angst) der Fremdgruppe aktivierten jedoch divergente Annäherungs- und Vermeidungsreaktionen. Da Annäherungs- und Vermeidungsreaktionen durch die Intention einer Emotion beeinflusst werden, unterstützen diese Ergebnisse unsere Annahme, dass die Gruppenzugehörigkeit beeinflusst, welche Intention aus einem emotionalen Ausdruck abgeleitet wird. Diese Schlussfolgerung wird zusätzlich durch Experiment unterstützt, welches auf der Reversed Correlation Technique basiert. Die Ergebnisse zeigen, dass die mentale Repräsentation von Lächeln gezeigt von Eigengruppenmitgliedern mit positiven Intentionen assoziiert ist, und das Lächeln von Fremdgruppenmitgliedern mit negativen Intentionen. Zusammengefasst zeigen die Ergebnisse, dass Gruppenzugehörigkeit automatische affektive Reaktionen auf Emotionen beeinflusst. Zusätzlich liefern sie Evidenz, dass dieser Effekt durch den Einfluss der Beziehung zwischen demjenigen, der die Emotion zeigt, und demjenigen, der sie wahrnimmt, auf die Interpretation der Intention verursacht wird.
Numerous studies examining affective reactions to emotional expressions find that humans show concordant reactions to the emotions of others: Positive facial expressions activate positive affective reactions whereas negative facial expressions activate negative ones. It has been argued that these reactions are – at least in part – triggered by the intention signaled by the emotional expression. This arguing suggests that each emotion signals a specific intention leading to a specific reaction. However, we argue that the link between emotional expression, intention, and affective reaction is much more flexible: Depending on situational and social factors, the same emotional expression can be interpreted as signaling different intentions and therefore trigger different reactions. One of these social factors influencing the interpretation of an emotion might be the group membership of the expresser of the emotion. Since group membership influences the relationship between individuals, it influences the light in which the intention of the emotional expression is seen. If expresser and perceiver of an emotion share group membership, their relationship will be friendly and cooperative; accordingly, the intention signaled by the emotional expression will be seen in this light and elicit a concordant reaction. On the contrary, if expresser and perceiver are members of different groups, they will have a negative and competitive relationship. As a result, the intention signaled by this emotional expression should be interpreted in this light and might therefore elicit a divergent reaction. This assumption was examined in the experiments conducted for this thesis. The results show that approach and avoidance reactions to in-group and out-group emotions are indeed influenced by the intention signaled by the emotion: Emotions (happiness and fear) expressed by the in-group elicited concordant approach and avoidance reactions. Emotional expressions (happiness and fear) shown by out-group members, in contrast, elicited divergent approach and avoidance reactions. Since approach and avoidance reactions are influenced by the intention of the emotion, these results support our arguing that group membership influences which intention is inferred from an emotional expression. This conclusion is supported further by an experiment employing the reversed correlation technique. The results demonstrate that the mental representations of in-group smiles are associated with benevolent intentions and that of out-group smiles with malevolent ones. In sum, employing different paradigms, groups, and dependent variables, our results show that group membership influences automatic affective reactions to emotions. Furthermore, they provide evidence that this effect is caused by an influence of the relationship between expresser and perceiver of an emotion on the interpretation of the intention signaled by the emotional expression.
Link zu diesem Datensatz: urn:nbn:de:bsz:291-scidok-52758
hdl:20.500.11880/23417
http://dx.doi.org/10.22028/D291-23361
Erstgutachter: Wentura, Dirk
Tag der mündlichen Prüfung: 14-Dez-2012
SciDok-Publikation: 13-Jun-2013
Bemerkung/Hinweis: Parts of this thesis are published in: Paulus, A. & Wentura, D. (2014).Threatening joy: Approach and avoidance reactions to emotions are influenced by the group membership of the expresser. *Cognition & Emotion, 28,* 656-677. doi: 10.1080/02699931.2013.849659
Fakultät: Fakultät 5 - Philosophische Fakultät III
Fachrichtung: HW - Psychologie
Fakultät / Institution:HW - Fakultät für Empirische Humanwissenschaften und Wirtschaftswissenschaft

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