Bitte benutzen Sie diese Referenz, um auf diese Ressource zu verweisen: doi:10.22028/D291-23314
Titel: Die Organisation der Gesellschaft und ihrer Geschichte : eine historisch/geographische Studie der Systeme und Prozesse
Verfasser: Fliedner, Dietrich
Sprache: Deutsch
Erscheinungsjahr: 2010
SWD-Schlagwörter: Sozialgeographie
Anthropogeographie
Historische Geographie
Komplexität
Soziales System
Sozialstruktur
Freie Schlagwörter: Prozesstheorie
Emergenz-Code
social geography
historical geography
complexity
social structure
process theory
DDC-Sachgruppe: 910 Geografie, Reisen
Dokumentart : Buch
Kurzfassung: Die Organisation der menschlichen Gesellschaft und der sie ständig verändernden Kulturellen Evolution ist Gegenstand zahlreicher Untersuchungen. Verschiedene geistes- und sozialwissenschaftliche Disziplinen bemühen sich mit z.T. gedankenreichen Arbeiten um Klärung. Es zeigt sich aber, dass es ihnen zwar möglich ist, den Hintergrund einzelner inhaltlich hervortretender Erscheinungen oder Entwicklungen plausibel zu deuten, nicht aber, verlässliche, die komplexen Strukturen selbst erhellende Aussagen zu treffen. Hier geht die vorgestellte Theorie der Prozesse neue Wege. Bei - in den 60er Jahren durchgeführten - historischgeographischen Arbeiten über die mittelalterliche und neuzeitliche Kulturlandschaft in Nordwestdeutschland waren mir Regelhaftigkeiten in der Siedlungsentwicklung aufgefallen. Literaturstudien bestärkten mich dann in der Absicht, die Ordnung historisch-geographischer Prozesse genauer zu studieren. Zunächst galt es, Material aus verschiedenen geistes- und sozialwissenschaftlichen Fachgebieten zu sammeln, um einen Überblick zu erhalten. Hinzu kamen dann aber auch eigene Gelände- und Archiv-Arbeiten, insbesondere in den USA (New Mexico). Das Ergebnis konnte in einer ersten Version 1981 publiziert werden. Neu war die Zusammenführung und die Erkenntnis des komplexen Verwobenseins von konkreter Erscheinung, zeitlichem Verlauf, hierarchischer Struktur und räumlichem Bedarf. Der Begriff Prozess umfasst dieses Miteinander. In den folgenden Jahren war es aber notwendig, dass die Überlegungen präzisiert, vertieft und erweitert werden, um die Hintergründe offen legen und damit die Ergebnisse theoretisch unterbauen, d.h. formalisieren, zu können. Es mussten neue Wege beschritten werden, galt es doch, die verschiedenen Komponenten und Entwicklungstendenzen in einem Modell zusammen zu führen. Naturgemäß war dies mit Schwierigkeiten verbunden; zunächst erfolgversprechend erscheinende Vorgehensweisen führten häufig nicht zum Ziel, verschiedentlich wurden Korrekturen nötig, bis schließlich der Durchbruch gelang. Nun war deutlich, dass die menschliche Gesellschaft und ihre Geschichte in erstaunlicher Weise geordnet, d.h. organisiert sind. Das vorgestellte Buch fasst das Erarbeitete zusammen und stellt auch die Methoden vor, so dass ich die Hoffnung habe, dass die "Prozesstheorie" vom Leser auch in ihren Details nachvollzogen werden kann. Die vergangenen vier Jahrzehnte gleichen einer - zugegebenermaßen recht langen - Entdeckungsreise in unbekanntes Neuland. Es war eine auf weite Strecken einsame Reise. Umso mehr habe ich Anlass, all jenen Kolleginnen und Kollegen zu danken, die mich mehrfach mit Rat und Tat unterstützt haben. [Vorwort]
Link zu diesem Datensatz: urn:nbn:de:bsz:291-scidok-35446
hdl:20.500.11880/23370
http://dx.doi.org/10.22028/D291-23314
SciDok-Publikation: 17-Feb-2011
Fakultät: Fakultät 5 - Philosophische Fakultät III
Fachrichtung: HW - Geographie
Fakultät / Institution:HW - Fakultät für Empirische Humanwissenschaften und Wirtschaftswissenschaft

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